Der Alltag der meisten Menschen ist stilles Heldentum in Raten. – Anna Magnani

Da sind sie wieder. Groß und schreiend.
Die Selbstzweifel.
Begleitend mit Grübeln und Nachdenken.
Ich suche den richtigen Ansatz, den Schalter und bin mir nicht sicher, ob ich beides je finden werde.

Auslöser eigentlich nichts Heftiges.
Tja. Eigentlich.

Am Freitag im Büro empfing mich die Burn-Out Kollegin mit den Worten: „Ich muss dich wieder mal schimpfen. Du hast das xyz nicht gemacht. Dir sind ja schon ein paar Fehler unterlaufen. Woran liegt s denn? Hast du privat Stress? Ist es dir zu viel? Habe ich es schlecht erklärt? Ich sehe auch, dass du z.B Emails anders schreibst, als besprochen. Keine Sorge, dem Chef habe ich davon nix gesagt, aber ich habe keine Kapazitäten, ständig den Kram von anderen mitzumachen. Ich meine das nicht Böse. Persönlich komme ich super mit dir klar.“

Geguckt habe ich wie ein Reh im Scheinwerferlicht.
Ja, die Fehler sind mir unterlaufen.
Ja, ich stehe da gerne dazu.
Ja, es ist nie schön, wenn andere das auffangen müssen.
Alles Dinge, über die man nicht diskutieren muss.

Und dennoch….dennoch schwingt ein aber mit.
Weil es jetzt Fehler waren, die meiner Meinung nach nicht schlimm sind bzw. dich ICH selbst hätte glätten können.

Jedenfalls bin ich dann zum Neu-Chef und habe ihm erklärt, dass das Ding von gestern auf mein Konto ging. Und er dann so gut gelaunt: „Nicht schlimm wir sind ja ein Team. Gibt ne Abmahnung. Schreiben Sie sich die aber bitte selbst.“

Wir reden hier jetzt von Fehlern wie:
– Ordner nicht in Schrank A 1 gestellt, sondern in A 2
– Emails nicht mit „Beste Grüße“ abgezeichnet
– Eine Verteilung nachgeschoben
– erst 2 schriftliche Sachen fertig gemacht und nicht alle 3

Für alles gibt es meinerseits Erklärungen und aber ich weiß, dass rechtfertigen eh immer doof ist. Von daher lasse ich das und sage ja, tut mir Leid, mein Fehler.
Fertig aus.

WAS mich aber stört, ist diese seltsame unterschwellige Art.
Vielleicht sehe ich das ja total falsch und sollte meine Fehler einfach vermeiden und gut ist es.
Dass quasi die Schuld nur bei mir liegt und da gar nichts falsch rüberkommt.

Nur….hmmm…wie sage ich das.
Die Mama-Kollegin ist dort schon ewig und ist mit vielen dort per Du und hat einen guten Stand. Beides ist für mich völlig okay, denke ich nicht darüber nach.
Diese Kollegin hat letztens auch Fehler gemacht. Ich habe die gesehen, nix dazu gesagt (warum auch?!) und sie einfach behoben.

Jetzt kommt aber wieder die Burn Out Kollegin ins Spiel
Sie selbst hat meiner Meinung nach noch nie was verkehrt gemacht, zumindest nicht in meinem Beisein bzw. nichts, was ich hätte glatt ziehen müssen.
Und von ihr kommen dann immer mal wieder so Sätze wie: „Ja…die Mama-Kollegin ist hier ja auch unangreifbar…..“ oder „Ich habe nicht studiert, um hier Mittagessen für den Chef zu bestellen“ oder „Mal sehen, wie lange ich hier noch bleibe, ich habe mir das Arbeiten hier schon ganz anders vorgestellt.“

Um das Bild abzurunden: Ich bin keine Konkurrenz für die Burn Out Kollegin.
Aus vielen vielen Gründen (habe nicht studiert, arbeite dort nur Halbzeit, etc.).
Und ja, sie ist immer freundlich zu mir. Hat mich gut eingelernt. Hat den Laden im Griff.

Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, dass da unterschwellig was ist.
Nur kriege ich es nicht zu Fassen.
Ich weiß nur, was für ein Gefühl in mir zurückbleibt.
Dass ich total doof und für den Job nicht geeignet bin.
Wer weiß, vielleicht ist dem ja auch so und ich müsste mir das schlussendlich einfach nur eingestehen. =((

Bis März geht meine Probezeit und ich schwanke innerlich genauso, wie im letzten Jahr.
Hmpf.

Um auf den Monolog vom Anfang zurückzukommen.
Ich habe der Burn Out Kollegin gesagt, dass sie das ruhig dem Chef sagen kann. Er kann darum wissen, wie sie meine Arbeit sieht.
Schlussendlich bin ich – wie oben auch zu lesen – selbst zu ihm hin.
Weil ich zu den Sachen stehe, die ich „verbocke“.
Keine Ahnung, wie sie das fand.
Danach hat sie mir jedenfalls viel privaten Kram von sich erzählt und der Arbeitstag lief normal weiter.
Bis zum Nachmittag.
Wieder so ein Ding, aus dem ich nicht schlau werde.

Sie spricht mich auf die Weihnachtsfeier an und fragt, wo ich denn dann abgeblieben sei.
Ich sage ihr, dass ich die Kollegin Wildes-Haar kennengelernt hätte, mit ihr dann tanzen war und ich die Kleine ziemlich cool finde.
O-Ton der Burn Out Kollegin: „Ich weiß ja nicht, wie man DIE einstellen konnte. Hast du gesehen, wie die rumläuft? Lauter Piercings und so. Gut, dass ich die nicht näher kenne.“
Holla dachte ich mir da, alles klar. Selbst sichtbare Tattoos tragen, aber über andere vorschnell urteilen?

Weiter ging s dann noch mit einer anderen Situation.
Eine weitere Kollegin kommt ins Büro und bittet mich um Hilfe bei einer Angelegenheit.
Will heißen, ich wurde direkt von dieser Dame angesprochen.
Ich erkläre ihr, dass ich das gerne mit ihr machen würde, sofern ich intern die Freischaltungen – vor allem im System – habe.
Dann mischt sich die Burn Out Kollegin ein: „Du… ich habe das jahrelang gemacht. Ich kann das auch. Das war quasi mein Steckenpferd. Ich habe da dieses und jenes schon gemacht. Ich konnte das früher alles schon blind.“
Die hilfesuchende Kollegin hat dann zwischen uns beiden hin- und hergesehen und meinte dann: „Alles klar. Ich melde mich, sobald ich das geklärt habe und komme dann auf dich zurück Cassandra.“

Ich frage mich eben seit diesem Tag, was das alles soll.
Weil – wie schon erwähnt – eine Konkurrenz bin ich nicht!
Nicht mal im Ansatz und habe ich auch nicht vor zu sein.

Sehe ich die Dinge komplett verkehrt?
Bin ich da eine Mimose und fühle mich nur angegriffen, wo es gar nicht nötig ist?
Oder – und das wäre die charmanteste Antwort – ich bin das Zusammenarbeiten mit vielen Frauen einfach nicht mehr gewohnt?

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Wie einen Jahresrückblick 2017 schaffen, wenn mir schon die letzten 6 Wochen schwer fallen?

Ich nutze das kleine Zeitfenster, das ich eben habe.
Weil ich so ein paar Dinge rausschreiben muss.

Weder war die Vorweihnachtszeit still, noch ruhig. Aber das ist ja bekannt.
Den letzten Schubser ins Jahresende gab eigentlich die Weihnachtsfeier beim Global Player.
Dieser Abend war für mich voller heftiger Kontraste und irgendwie hängt mir das immer noch nach.
Weil ich ja gerne bekanntlich auf vielen Hochzeiten tanze.
Fangen wir mal von vorne an.

An diesem Nachmittag hatten die Chefs im alten Büro nicht mehr wirklich so die Laune, was das Arbeiten anging. Sollte mich nicht stören, denn so konnte ich den Physio-Termin vom Hundemädchen wahrnehmen.
Man sollte sich nur nie zu früh freuen….
Kaum im Auto, klingelte das Telefon. Der Trägerverein rief an und bat um Unterstützung.
Und weil ich um das politische Zerren innerhalb dieser Einheit weiß und auch um den Personalmangel, bin ich vor der Weihnachtsfeier zu eben diesen jenen Einsatz gefahren.
Grund war die Evakuierung eines Altenheims nach einem Brand.
An sich nichts Heftiges, keiner wurde verletzt, man sollte nur mit den älteren Menschen kurz zurück in die Wohnung und Sachen holen und sie dann dem Sozialdienst übergeben, zwecks Neuunterbringung.
Klingt simpel.

Nur sitzen da eben Menschen, die in diesen Räumen seit 20 Jahren wohnen und zwei Tage vor Weihnachten mit knapp 90 Jahren ihre vertraute Umgebung verlassen müssen.
Ohne zu wissen, ob sie jemals dorthin zurückkehren können und wirklich nur das Nötigste mitnehmen dürfen.
Während ich Frau Müller-Maier-Schneider betreue und ihre Sachen packe, höre ich mir auch ihre halbe Lebensgeschichte an. Versuche Fragen zu beantworten, versuche auch so etwas wie Trost zu spenden.
Als da meine schweren Stiefel im Löschwasser stehen, bittet mich Frau Müller-Maier-Schneider, ich möge doch noch die Pflanze am Fenster gießen. Das große, grüne Ungeheuer unbekannter Gattung.
Klar hätte ich da diskutieren können ob der Sinnhaftigkeit, aber der Verstand sagt mir, ich solle es lassen.
Und während ich dort in diesen knapp 20 qm (jaaha…so viel bleibt einem am Lebensende übrig) rumturne, drückt sie im Vorbeigehen nochmal meinen Arm.
„Das ist so lieb von Ihnen. Wissen Sie….diese Pflanze dort….die ist mir wichtig. Ich musste doch viel zu früh meinen Mann gehen lassen. Und diese Pflanze ….also die wuchs irgendwann am Grab meines Mannes. Da so an der Seite. Und dann habe ich sie ausgegraben und mitgenommen. So habe ich ihn immer irgendwie bei mir.“
Mit einmal kann ich sie mehr als gut verstehen, wie schwer es ihr fällt, ihre Wohnung zu verlassen.
All die Erinnerungen und Gewohnheiten erstmal aufgeben zu müssen.
Ruhig verabschiede ich mich an der Sammelstation von ihr, ziehe ihr noch den klammen Schal von den Schultern und mache mich abfahrbereit.
Zurück in meinen Alltag.

Zwei Stunden später strecke ich am Empfang des Nobel-Schuppens der Einlasserin mein Handgelenk entgegen. Ein weißes Bändchen wird mir angelegt, damit man ja weiß, dass ich hier in diesem edlen Etablissement Zutritt haben darf.
Die schweren Stiefel habe ich längst gegen hochhackige Schuhe getauscht. Die Wimperntusche sitzt und ob mein Haar jetzt noch nach Rauch riecht oder nicht, ist mir einfach nur noch egal.
Die Riege des Global Players feiert sich an diesem Abend ausgiebig.
Mehr als 100 Menschen umschwirren mich und sind ach so begeistert von der Pizza Margherita mit Trüffel-Scheibchen für 20 Euro.

Tanzen, denke ich mir, tanzen hilft dir jetzt bestimmt.
Voller Hoffnung schlängele ich mich zum DJ durch und bitte ihn um ein paar Titel.
„Du. Sorry. Aber SO ETWAS habe ich nicht. Sonst wäre die Tanzfläche leer“, wackelt er mit seinem Kopf zum Beat und dreht den nächsten Regler für den nächsten Dance-Hit auf.
Entgeistert starre ich ihn an und möchte ihm die Pizza auf sein DJ Pult kotzen.
„Du. Sorry. Aber die Firma hat den Raum hier gemietet. Die laufen nicht davon, nur wenn mal EIN anderer Song läuft!“
Ich sehe s an seinem Blick, gerne würde er mich loswerden wollen, aber dann läuft mein Neu-Chef vorbei; eben genau einer der Menschen, der den DJ an diesem Abend bezahlt.
„Cheffchen….hier…der nette junge Mann lehnt meinen Musik Geschmack ab. Sie würden doch sicherlich auch etwas rockigeres hören wollen, oder?“
Der Neu-Chef ist zum einen schon ziemlich betrunken und zum anderen ziemlich feierwütig und stimmt mir zu.
Der DJ ringt mit sich und irgendwann kommt ein: „Ich habe nur Dolly Parton und Michael Jackson. Mehr rockigere Sachen habe ich halt echt nicht!“
Nicht, dass wir im Land von verfügbarer Technik und Streaming Diensten leben würden…nein nein…. aber mir ist klar, dieser Mann und ich….das werden keine Freunde mehr.
Tatsache ist aber, er spielt die beiden Songs und Tatsache ist auch, die Tanzfläche bleibt gefüllt, die Riege mag s sehr.

Mir reicht es vorerst und ich mache mich mit meiner neu erworbenen – normalen – Kollegin raus an die frische Luft.
So sehr ich die Gespräche mit ihr auch genieße, denke ich, ich sollte einfach heimgehen. Aber kaum ist der Gedanke fest in meinem Hirn verankert, werde ich einen Small-Talk mit einem Kunden gezogen.
Ich lächle, ich nicke und ich stelle hübsche 0815 Fragen. Bis ihn, diesen Kunden, jemand auf seine Schuhe anspricht. So glänzende, MEGA Schuhe, die gerade TOTAL IN sind, verstehste…..
Das scheint ihm als Einladung zu dienen, sich selbst zu beweihräuchern.
Sich selbst in seinem kleinen Start-Up-App Dasein zu feiern und sich hofieren zu lassen.
Weil…jetzt hat er Kohle…verstehste…jetzt kann er feiern und die Frauen nur ficken, wenn sie hübsch aussehen…verstehste…aber bitte nicht falsch abgreifen, er ist auch voll sozial eingestellt…verstehste….er spendet schließlich voll viel Kohle für soziale Projekte …
Ich atme oft und tief ein und bin so klug, lieber zu gehen, bevor ich eskaliere.
Cassandra denke ich mir, es ist kein Kunde aus deinem Dezernat und vor allem einer, der in 12 Monaten wieder pleite sein wird. Lass es einfach…
So tapse ich zurück, Richtung Tanzfläche und irgendwann, nachdem ich den Neu-Chef (fälschlicherweise) sicher wäge, der Weißwein gut seine Wirkung tut, geht s gegen 3 Uhr morgens nach Hause.

Der nächste Arbeitstag kommt böse früh und lange bin ich beim Global Player die einzige auf den langen, weiten Fluren.
Gegen Mittag kommt der Neu-Chef in Begleitung seines Katers und beschließt, dass ein früher Feierabend ein guter Feierabend ist.
Derweil ich den letzten großen Batzen wegarbeite versuche ich, die wenig positiven Sachen aus dem letzten Abend zu sortieren und für mich mitzunehmen.
Die neu gewonnene – normale – Kollegin; der Angestellte mit Herz und Verstand („Ekelhaft. So viel Geld für eine solche Pizza ausgeben. Eine Bratwurst auf dem Weihnachtsmarkt wäre mir lieber!“); der Neu-Chef der sagt, wir müssen Anfang des Jahres reden und es sei nichts Schlimmes, im Gegenteil; das nahende Pärchen-Wochenende.

Ja, das hilft ungemein. Baut mich an diesem Tag auf und lässt mich ohne Grau im Kopf das Büro irgendwann verlassen.

Das darauffolgende Weihnachten und Silvester werden weit weit weg außerhalb der Dorfstadt gefeiert. Dazu später nochmal mehr.

Kaum ist der Kalender auf 2018 gedreht, die Erkenntnis und der Jahresrückblick für 2017 abgeschlossen, drehen sich die Mühlen langsam weiter.
Der Neu-Chef stellt mir gut gelaunt eine Flasche Champagner auf den Tisch und erwähnt nochmal, dass wir uns dringend über meine Probezeit unterhalten müssen, bevor die neuen Aufträge auf dem Tisch landen.
„Ach ja…Frau Cassandra? Sie haben doch an der Weihnachtsfeier den Kunden vom XYZ kennengelernt, oder? Wir betreuen den jetzt mit, da kommt demnächst was rein. Nur schon mal als Info.“
In diesem kurzen Moment muss mir mein Gesicht entgleist sein. Denn kurze Zeit später kommt der Neu-Chef nochmal zu mir und erklärt mir, dass er bezüglich der Probezeit keine Kündigung im Sinn hat.
Innerlich überlege ich seitdem, ob ich diesem glänzendenturnschuhtragenden Menschen auf eben selbige kotzen darf, wenn ich dann nicht mehr in der Probezeit bin.

Oder ob ich vielleicht nicht irgendwann genauso wie diese Riege werde.
Herzlos, auf Firlefanz bedacht und völlig realitätsfremd.
Dieser Job ist etwas für den Geld-Säckel, aber nicht für s Herz.

Und ich weiß nicht, ob ich nicht genau deswegen daran scheitern werde.

Stille Zeit

Langsam, aber sicher spiele ich mich hier auf der Plattform ein.

Ansonsten ist alles wie immer. Die „stille Zeit“ war hier ganz und gar nicht still.

Die Tage zwischen den ganzen Feiertagen weder frei, noch ruhig.

Von daher….mit etwas Geduld geht s hier sicherlich auch bald weiter.

Weil ohne…ohne geht halt einfach irgendwie gar nicht.

 

Der Letzte macht das Licht aus

Der Letzte macht das Licht aus

Wie immer bin ich auf dem Sprung.

Die letzten Tage rasten nur so dahin.

Und jetzt?

Packe ich ein. Tatsächlich und sprichwörtlich.

Technisch mache ich mich eben dran, das Tagebuch doch zu sichern.
Lange war ich versucht, einfach alles im Daten Nirwana verschwinden zu lassen.
Einfach weil….naja…ein Neuanfang eben auch wirklich neu sein sollte.

Aber dann wurde mir klar, dass da ein, zwei Einträge sind, die mir wirklich am Herzen liegen.
Also packe ich sie ein und nehme sie mit.

Und dann?

Dann drehe ich mich mit einem Lächeln nochmal um und sage DANKE!

*klick*   Licht aus.

Würg

Often when you think you’re at the end of something, you’re at the beginning of something else. – Fred „Mister Rogers“ Rogers

Often when you think you’re at the end of something, you’re at the beginning of something else. – Fred „Mister Rogers“ Rogers

So ist das mit Veränderungen. Man tut sich schwer damit.
Die Gewohnheit, die Routine gibt ja schließlich Sicherheit.
Das Vergangene wird verklärt und rosa dargestellt und auch das ist mit ein Grund, warum man lieber im gewohnten Bereich sitzen bleibt.
Mir geht es da ja nicht anders.
Im Tagebuch – diesem … jenen hier – stehen all die Veränderungen, all die Wandlungen, Wirrungen und Irrungen meines Lebens drin.
Stets stiller Begleiter, oft Leidtragender.
Wie und wo die Veränderung mich hin verschlagen wird ist noch offen.
Am 01.01.2018 erhebe ich jedenfalls mit einem weinenden und einem lachenden Auge mein Glas auf diese Zeit hier, wenn die Seite dann anzeigt: Error

//

Das Jahresende kommt und die Aussichten auf 2018 blitzen schon deutlich hervor.
Möglich, dass die Karten beim Global Player nochmal neu gemischt werden.
Die Burn Out Kollegin denkt über einen Wechsel nach, die Mama Kollegin fällt einige Wochen krankheitsbedingt aus.
Und ich selbst? Eigentlich weiß ich immer noch nicht so Recht, was ich dort soll.
Weil so vieles eben nicht passt. Nicht zu mir. Nicht charakterlich.
Die Frage aller Fragen ist eigentlich, ob Gehen überhaupt eine Option ist.
Es nervt mich unsäglich, dass ich da so unentschlossen bin. Auch das ist so gar nicht meine Art.

Der Rest vom Jahresausklang sieht ganz charmant aus.
Am Wochenende gab es unter anderem die Staffel Weihnachtsfeier.
Zugegeben, da hat mich emotional die Polizistenfrau arg weggekegelt. Sie, die für mich immer mega taff ist und so, wie ich manchmal gerne wäre. Sie schafft es nämlich prima, ihre Emotionen zu ordnen und zu deckeln…..
Jedenfalls, am Samstag hat sie sich bedankt mit einer Flasche Wein bei uns als Leitung: „Weil, obwohl ich oft nicht da sein kann, ihr mir immer das Gefühl gebt, willkommen zu sein.“
Bamm. Der saß. Weil unerwartet und weil eben von ihr.

Tja und so geht ein ereignisreiches Staffel Jahr zu Ende. Viele Dinge haben wir dort geschafft und den (von mir) geplanten Weg auch ziemlich gut beschritten.
Kann so weiter gehen.

//

Das Hundemädchen hat sehr deutlich ihre alte Form noch nicht zurück.
Der Rücken zwickt und zwackt. Aber wir sind dran. Üben uns in Geduld, auch wenn es mir oft genug das Herz zerreißt weil ich sehe, dass sie gerne wollen würde, aber halt nicht kann.

In diesem Zusammenhang hat meine mir Liebste – so glaube ich – einen guten Treffer gelandet. Es scheint, dass das Hundemädchen eine Futterunverträglichkeit entwickelt hat und ja, das klingt doof, aber das könnte mit in die Rückengeschichte mit reinspielen.
Wir gucken uns das jetzt mal an und stellen bei Bedarf um.
Strange zu sehen, wie manche Zusammenhänge so sein können.

//

Am Freitag arg an einer Eskalation vorbei geschrammt.
Ein Funke flog und er traf auf trockenes, williges Brennmaterial.
Aber, wider meiner Gewohnheit, bin ich nicht in die Diskussion gegangen.
Stattdessen habe ich sie abgelehnt.
Wozu auch?
Nur um wieder zu erfahren, dass es meine Einstellung ist, die verkehrt läuft?
Das ICH zu hohe Erwartungen habe, die logischerweise dann auch erneut enttäuscht werden?
Dann lasse ich es lieber sein.
Nicke, lächle und versuche die perfekte Haus- und Ehefrau zu sein.
Die, die die dunklen Gedanken nicht ausspricht und lieber für sich behält.

//

Ed Sheeran
Perfect

I found a love for me
Oh darling, just dive right in and follow my lead
Well, I found a girl, beautiful and sweet
Oh, I never knew you were the someone waiting for me
‚Cause we were just kids when we fell in love
Not knowing what it was
I will not give you up this time
But darling, just kiss me slow, your heart is all I own
And in your eyes, you’re holding mine

Baby, I’m dancing in the dark with you between my arms
Barefoot on the grass, listening to our favourite song
When you said you looked a mess, I whispered underneath my breath
But you heard it, darling, you look perfect tonight

Well I found a woman, stronger than anyone I know
She shares my dreams, I hope that someday I’ll share her home
I found a love, to carry more than just my secrets
To carry love, to carry children of our own
We are still kids, but we’re so in love
Fighting against all odds
I know we’ll be alright this time
Darling, just hold my hand
Be my girl, I’ll be your man
I see my future in your eyes

Baby, I’m dancing in the dark, with you between my arms
Barefoot on the grass, listening to our favorite song
When I saw you in that dress, looking so beautiful
I don’t deserve this, darling, you look perfect tonight

Baby, I’m dancing in the dark, with you between my arms
Barefoot on the grass, listening to our favorite song
I have faith in what I see
Now I know I have met an angel in person
And she looks perfect
I don’t deserve this
You look perfect tonight

Winken2

Freeze, frame, pause, rewind, stop

Freeze, frame, pause, rewind, stop

Das Gefühl, endlich wieder durch ruhigere Gewässer zu waten, trügte.
Der Jahresendstress schlägt zu und das mit voller Wucht.
Ich bin nicht Auslöser des Stresses, dennoch mitten drin.

So arg, dass ich letzte Woche sogar mit meiner Chefin aneinander gerauscht bin. Kleinigkeiten, die sich summierten und dann bin ich niemand, der das so stehen lässt.
Vor allem, weil man sich nach 10 Jahren kennt und deswegen auch irgendwie darf.
Weil, wenn ich etwas sage, das irgendwie immer ein „Schreck Moment“ ist.
Von daher jetzt wieder das Schiff im alten Büro schön tuckern lassen, wir nähern uns dem Jahresende und kommen gut voran.

Beim Global Player dann ganz andere Gegebenheiten. Dort waren wir gut aufgestellt. Und dann…zack…fällt meine Kollegin weg. Wie lange wird sich heute zeigen. Klar habe ich noch eine zweite Kollegin dort vor Ort, aber ich weiß, dass ich zwischen den Tagen komplett alleine sein werde und auch, WAS dort noch ansteht.
Mehrere größere Sachen werden eingetütet und typisch zum Jahresende müssen eben auch noch Rechnungen versandt werden. Und beides….beides spielt in einer abartigen Liga.
Da ploppt sie dann wieder auf. Die Angst nicht zu genügen, zu wenig zu können. Mir ist klar, dass ich nicht drum herum komme. Ab ins kalte Wasser, nur so lernt man es wohl oder übel.
Strange ist auch, dass ich den Chef dort vor Ort nicht wirklich einschätzen kann. Meine zweite Kollegin sagt, dass er schlecht gelaunt sei, sie angeblafft hätte. Mir gegenüber war und ist er nicht so. Sicher, gestresst bis in die Haarspitzen. Aber anblaffen? Die Frage ist also, sehe ich es verkehrt oder nimmt die zweite Kollegin es zu persönlich?
Dieses „Spiel“ intern zu begreifen und sich richtig aufzustellen, fällt mir noch extrem schwer. Das mag aber mit an der Größe dieser Firma liegen. Mal sehen, was die Weihnachtsfeier bringt und ob sich der Nebel lichtet.

Privat bastle ich weiterhin fleißig an meinen Inseln.
Versuche, das große Ganze zu sehen und mich nicht an Kleinigkeiten aufzureiben.
Versuche, keine Spitzen zu werfen und keine Diskussionen vom Damm zu brechen.
Versuche, die von mir gewählte Rolle auszufüllen und zu erfüllen.
Versuche – und das fällt mir am schwersten – in der von mir gelebten Stille klarzukommen, statt Konfrontation.
Ich sehe, was ich bekomme und habe. Ich sehe aber auch, was in mir gärt und genau DAS muss ich deckeln.
Für mich behalten und wegsperren. Nur nicht an die Oberfläche lassen, dann da…da könnten sie verletzend werden.
Also setze ich mich damit allein auseinander. Zerbrösle die Gedanken und Gefühle und finde den Ursprung all dessen. Für mich alleine kann ich das gut. Da tue ich keinem weh damit.

//

Pink
For Now

Remember that time we were just kickin‘
But nothing had changed, nothing was really different
Then love showed it’s teeth like it was something vicious
No, no, no, let me finish
Ain’t it something when it all goes tragic
How a spell can get casted onto something magic
What I wouldn’t give to get back to where we had it
Oh, it should’ve lusted

Now it’s like I lied
When I said I didn’t need you
Alright if you’d left I’d never be
Tonight can we just get it right
Somehow, for now

Freeze, frame, pause, rewind, stop
And get back to the old familiar thoughts
Can we just freeze, frame, pause, rewind, stop
And get back to the feelings we think we lost
For now

Oh, I’m so goddamn mean
‚Cause I, I say and I do things that I shouldn’t sometimes
My mouth gets me in trouble all the time

But now it’s like I lied
When I said I didn’t need you
I die if you’d left I’d never be aright
Can we just get it right somehow
For now

Freeze, frame, pause, rewind, stop
And get back to the old familiar thoughts
Can we just freeze, frame, pause, rewind, stop
And get back to the feelings we think we lost
For now, for now
Can we just freeze, frame, pause, rewind, stop
And get back to the feelings we think we lost
For now

Remember that time we were just kickin‘
But nothing had changed, nothing was really different
Then love showed it’s teeth like it was something vicious
No, no, no, let me finish
For now

Freeze, frame, pause, rewind, stop
And get back to the old familiar thoughts
Can we just freeze, frame, pause, rewind, stop
And get back to the feelings we think we lost
For now, for now
Can we just freeze, frame, pause, rewind, stop
And get back to the feelings we think we lost
For now, for now
Can we just rewind, stop
Get back to the feelings we think we lost
For now

Grünes Smilie