Vulkangarten auf Reykjanes

Bei immer mal wieder verregneten 9 Grad ging unsere Island Reise los.

Unser Guide heute war mehr als entspannt.

Einziger Touri Hot Spot war die Blaue Lagune. Der Rest ist wenig überlaufen.

Heute wenig Text, da sehr sehr müde. Dafür Fotos

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Get a move on

Die Zeit rast an mir vorbei.

Derweil steht der nächste Urlaub vor der Tür.

Island für 10 Tage.

Bis dahin organisiere ich Dinge weg oder schließe sie ab.

 

Seit die Burn Out Kollegin weg ist, hat sich die Stimmung innerhalb des Teams gewandelt.

Wir arbeiten daran, dass alles mehr „rund“ läuft.

Aber an das Grundproblem kommt leider immer noch keiner ran.

Ich weiß, ich will dort nicht stehen bleiben.

Ich will vorankommen und habe nun den ersten Schritt dafür gemacht.

 

Kopf schlägt Herz.

So gerne hätte ich den Rettungssanitär dran gehängt. Allerdings in dem Wissen, dass ich nie in dem Job gearbeitet hätte.

Deshalb wird es jetzt die Management Assistentin. Zeitlich liegt es günstiger, preislich leider nicht. Aber es ist wie es ist.

Es wird sich irgendwann alles irgendwie finden.

 

Als ich davon meinen Chef beim Global Player in Kenntnis setzte, musste ich anfangs wirklich grinsen.

Sein Gesichtsausdruck war so…. herrlich.

 

Ich: “Haben Sie heute bitte mal 5 Minuten für mich? Es ist auch nichts Schlimmes:“

GP: “Okay….dann ja dann habe ich 5 Minuten. Kommen Sie mit.“

 

Ich: “Ich leider lästig fallen und fragen, ob wir meine Stunden für 6 Monate schieben können. Ich möchte gerne eine Zertifizierung fahren.“

GP: “Ach so. Ja klar! Daran soll es nicht scheitern! Wann und was und wo?“

 

Ich: “Management Assistentin. Einfach, damit mein berufliches Bild abgerundet wird und besser passt.“

GP: „Sehr gerne. Kostenpunkt?“

 

Ich: “Nein .. nein…keine Sorge. Um die Kosten geht es mir nicht. Ich zahle mir das selbst. Ich bin nur hier, um die Stunden nach vorne zu schieben.“

GP: „Stunden gehen klar. Kosten kläre ich gleich ab. Super, dass Sie das machen!“

 

 

Klar wäre es schick, wenn der Global Player das übernehmen würde. ABER dann würde ich mich verpflichten und DAS will ich auf keinen Fall.

Ich denke dennoch, dass der Chef happy war, dass ihm nicht die nächste Kündigung auf den Tisch gelegt wurde.   ;-))

 

So oder so.

Anfang Oktober geht s los.

Zweimal die Woche zurück an die Schulbank und dann hoffentlich im Mai 2019 einen weiteren Abschluss in der Tasche.

 

 

//

Shinedown

GET UP

 

Get up, get up
Get up, get up
Get up, get up
Get up, get up, get up, get up

I know you’re clinging to the light of day
To tell you everything’s a-okay
A medication don’t do much
Yeah, it just numbs the brain

Guess you might say I’m a little intense
I’m on the bright side of being hell bent
So take it from me, you’re not the only one
Who can’t see straight (Can’t see straight)

If you were ever in doubt
Don’t sell yourself short, you might be bulletproof
Hard to move mountains when you’re paralyzed
But you gotta try
And I’m calling out

Get up, get up
Get a move on
Get up, get up
What’s taking so long
Get up, get up
Get a move on
Stop stalling, I’m calling out
Get up, get up
Get a move on
Get up, get up
Ain’t nothing wrong
‚Cause I believe you can be what you’d like [?]
And I agree you can do much better, just trust me

Trust me

Everybody wants to sing that song
Some Marvin Gaye, what’s going on?
Ain’t nothing normal when it comes to you and me
I’d rather twist myself in knots than watch you give up on your dreams

If you were ever in doubt
Don’t sell yourself short, you might be bulletproof
Hard to move mountains when you’re paralyzed
But you gotta try
And I’m calling out

Get up, get up
Get a move on
Get up, get up
What’s taking so long
Get up, get up
Get a move on
Stop stalling, I’m calling out
Get up, get up
Get a move on
Get up, get up
Ain’t nothing wrong
‚Cause I believe you can be what you’d like [?]
And I agree you can do much better, just trust me

Yeah I don’t know why I never talked about it
I guess that’s probably part of the problem
Yeah sometimes you’re wrong, sometimes you’re right
Just gotta keep moving
Yeah, I’m just gonna keep moving
Today, tomorrow, gonna get

Get up, get up
Get a move on
Get up, get up
What’s taking so long
Get up, get up
Get a move on
Stop stalling, I’m calling out
Get up, get up
Get a move on
Get up, get up
Ain’t nothing wrong
‚Cause I believe you can be what you’d like [?]
And I agree you can do much better, just trust me

Get up, get up
Get up, get up, get up, get up

 

 

 

 

 

 

Der Anfang ist getan

Seit letzter Woche weiß es meine Staffel.

Zugegeben, meine Stimme wackelte etwas, als ich meine Amtsniederlegung kundgetan habe.

Anfangs witzelten noch die ersten bis sie merkten, dass es kein Scherz ist.

Schon jetzt blitzt da am Horizont der ein oder andere Nachfolger auf.

Ob und wie es wird, wird die Zeit zeigen.

 

Diese Woche im Verein den Übergestellten Bescheid gegeben.

Diese Gespräche brachten mich – leider – arg zum Lachen.

Weil Aussagen wie:

 

„WARUM?! Und sag jetzt verdammt nochmal nicht, weil du s kannst!“

 

„Hörst du s eben dumpf aufschlagen?! Das bin ich, wie ich vom Stuhl falle!“

 

„Sollen wir dir eine Stelle hier bei uns schaffen? Kein Thema, ich kann das gleich anfordern!“

 

„Aber du kommst schon noch zu den monatlichen Besprechungen, oder? ODER?! Wir brauchen doch deinen Beistand und deine Ratschläge und…nein, du kannst nicht einfach gehen!“

 

„Es ist eine Vereinspause, richtig? Und aus Pausen kommt man wieder zurück! Und wehe, du sagst jetzt nein!“

 

„Krasses Pferd! Kein Witz von dir oder?“

 

Mein Highlight war aber der Spatz: „Kündige einfach beim Global Player. Dann bleibst du uns erhalten.“

 

Selbst wenn der Fakt Global Player wegfallen würde, gäbe es da immer noch meinen Unmut bzgl. der Zusammenarbeit mit der Teuersten. Daran lässt sich aktuell nichts rütteln.

Mein Bauchgefühl sagt mir immer noch, dass das die richtige Entscheidung ist. Dass es mir guttun wird. Auf irgendeine Art und Weise.

 

Tja und der Global Player?

Ich zähle die Tage.   😉

Auch habe ich mir schon die ein oder andere Seite bzgl. Fortbildung angeguckt.

Seit die Burn-Out-Kollegin weg ist, ist zwar die Stimmung innerhalb des Teams besser, aber der gesamte Komplex ist noch genauso krank wie davor.

 

Eine passende Geschichte hierzu habe ich noch. Eine, die mir mal wieder aufzeigt, WAS für ein Laden das eigentlich ist.

Nehmen wir eine Person, die zum zweiten Mal ein Kind erwartet.

Nehmen wir weiter einen Termin, der um den Zeitraum der Geburt liegt.

Nehmen wir auch, dass beides bekannt ist und angekündigt wurde, dass diese Person den Termin nicht wahrnehmen wird (können).

Und zum Schluss nehmen wir noch einen Chef der sagt, dass er das nicht versteht.

Weil das Kind 6 Tage vor dem ach soooo wichtigen Termin auf die Welt kam und man dann schließlich den ach soooo wichtigen Termin hätte wahrnehmen können.

Versteht man die Geschichte?

Warum sollte man sich um das zweite Kind kümmern, es ankommen lassen und vielleicht diese Zeit zum Eingewöhnen nutzen und genießen?

Das zählt nicht. Was zählt sind aber die Dollar-Zeichen in den Augen des Chefs.

 

Mein Vitamin B, jener welcher, der mich zum Global Player brachte, hat sich letzte Woche ins Krankenhaus legen müssen, damit man ihm einen verschleppten, entzündeten Abszess im Darm entfernt.

Ausfallen? Krankwerden? Nicht präsent sein? Alles nicht erlaubt, bringt ja schließlich kein Geld!

 

Das ist der eine Part, der mich dort so arg nervt.

Der andere bin ich selbst.

Ich habe immer noch das Gefühl, dort nicht angekommen zu sein.

Nicht mithalten zu können und mich manchmal unendlich doof anzustellen.

Letzteres gehe ich an, in dem ich mir Fortbildungen suche.

Zum restlichen Paket das übrig bleibt, habe ich mir mittlerweile eine gesunde Einstellung zugelegt.

Ich bin nicht so wie der Großteil dort und ich werde so auch nie werden.

Menschliche, verkümmerte, geldgiere und seelenlose Wesen sind das dort und das werden sie auch immer bleiben.

Sonnentage

Solche Tage verbringt man unterwegs.

Draußen.

Mit neuem Input.

Aber so fehlt halt auch die Zeit für Einträge.

Und bei paar Sachen würde ich da schon gerne zu Papier bringen…

Stattdessen endlich mal mein Schuh Projekt gestaltet.

Tadaa…. Blut Schuhe😎

Viel mehr als unsere Fähigkeiten sind es unsere Entscheidungen, die zeigen, wer wir wirklich sind. – Joanne K. Rowling

Milou schrieb hier vor ein paar Tagen, wie sie ihre Freizeit so verbringt.

Unter anderem schrieb sie auch, dass so etwas wie „Vereinsmeierei“ nichts für sie sei.

 

Meine Wenigkeit befindet sich seit knapp 9 Jahren in einem Verein.

3 – 4 Woche immer für ein paar Stunden oder auch mehr, bin ich dort aktiv.

Unterschiedliche Dinge mache ich dort.

Manchmal schreibe ich nur Protokolle, manchmal leite ich Einsätze, manchmal höre ich den Menschen nur zu.

In manchen Jahren belief sich meine Zeit für und in dem Verein auf knapp 400 Stunden. Also das waren die Stunden, die quasi mitgeschrieben wurden.

400 Stunden Ehrenamt pro Jahr. 400 Stunden Freizeit für andere aufbringen.

 

Seit knapp 5 Jahren besetze ich eine stellvertretende Leitungsfunktion. Da kam ich hin, wie die Jungfrau zum Kinde.

Viele Dinge stießen mir arg sauer auf, viele Dinge wollte ich geändert haben. Ergo blieb quasi nichts anderes übrig, als selbst ein bisschen mitzusteuern.

Ich wage zu behaupten, dass diese jene Staffel wieder auf einem guten Kurs ist. Ihr Standing innerhalb des Vereins gut wurde und wir dort sichtbar wurden.

 

Aber seit ich beim Global-Player arbeite habe ich gemerkt, wie wenig Energie ich für diese Vereinsarbeit noch habe.

Hinzu kamen noch ein paar Sachen, die mich innerhalb des Vereins getroffen haben. Persönliche Mimositäten meinerseits eben.

Es kam also vieles zusammen und irgendwann, vor ein paar Monaten / Wochen keimte da ein Entschluss in mir.

Ich weiß, dass ich beim Global Player noch etwas durchhalten muss und weiß auch, dass es dort so lange geht, bis mein Alt-Chef hier komplett zumacht.

Gleichzeitig war und ist mir aber auch klar, dass ich mich einfach weiter entwickeln muss.

Ich hatte (und habe) in den letzten Jahren persönliche Baustellen, die es zu bedienen gibt.

All das geht mit so viel Zeit für andere Dinge einfach nicht.

Da gibt es kein „ich“ mehr am Ende.

 

Somit kam es gestern zum Gespräch der Gespräche.

Die Teuerste ist von meinem Entschluss immer noch schockiert und auch überrascht.

Ich habe ihr erklärt, dass ich die Freundschaft zu ihr über meine Leitungsfunktion stelle und auch wenn sie sagt, dass wir daran arbeiten können und das wieder auf das Level von vor zwei Jahren hieven können, so weiß ich doch, dass das ungesund wäre.

Mit dem Global Player und der dortigen Situation im Genick ist es mir unmöglich, mich irgendwie anderweitig weiterzubilden. Und das muss ich einfach.

Denn dort in dieser Firma werde ich nie und nimmer alt.

 

Ich weiß nicht, wohin die Reise geht, aber ich muss zumindest anfangen dafür zu packen.

Klar fällt mir das nicht leicht, so hassliebe ich doch die Vereinsarbeit.

So habe ich doch tolle Dinge wachsen sehen, tolle Menschen kennengelernt und unheimlich viel mitgenommen für s Leben.

Dafür bin ich mehr als nur dankbar.

Aber nun…..nun nehme ich meine Hut.

Jetzt dürfen „andere“ ran und sich ins Getümmel stürzen.

Jeder ist ersetzbar, das ist kein großes Drama.

 

Bestellt bin ich als Leitungsfunktion noch bis 2019, aber das ist zu lange für mich.

So gehe ich ein Jahr vor der nächsten Wahl.

Ende Juli ist Schluss für mich.

Dann hat die Staffel Zeit, sich über die Sommerpause hinweg neu zu organisieren und das können sie. Das weiß ich.  =)

Ich war in den letzten zwei Jahren ziemlich oft ziemlich unglücklich und jetzt heißt es, das zu verändern.

Stück für Stück.

Schritt für Schritt.

Und wer weiß schon, vielleicht treibt es mich irgendwann auf irgendeine Art zurück zu diesem Verein.

Das lasse ich auf mich zukommen.

Ganz entspannt.

Passiert mir ja nie….

Zwischen den ganzen Nachträgen gibt es noch etwas Aktuelleres.

 

Als ich in Stockholm weilte, schrieb mir der TTler eine Nachricht. Grob nach dem Motto, dass er einen beschissenen Wochenstart hatte. Ich habe gelernt, dass ich bei ihm nicht nachfrage, sondern es bei Bedarf von ihm selbst kommt.

Ergo habe ich etwas völlig Unspektakuläres geantwortet.

Um zwei Stunden später einen Satz zu lesen, der mich ganz klein werden ließ.

„Erster Alarm und schon genug. Haben ein kleines Kind erfolglos versucht zu reanimieren.“

 

Tage später sitzt er mir gegenüber und dann wird der sonst so hartgesottene Kerl ganz leise.

„Weißt du, ich mache den Job jetzt 15 Jahre und ich dachte halt echt, mich erwischt es nicht. Die Kleine hatte gegen den Lkw einfach keine Chance.“

Mir bleibt nur zu sagen, dass ich gerne jemanden holen kann, der es mit ihm aufarbeitet, wenn er das jetzt braucht.

„Nee, passt schon. Schlimm ist nur, dass wir eine 18-jährige Praktikantin mithatten und das ihr allererster Einsatz war. Ein Scheiß-Tag war das einfach! Aber ich habe eine gute Methode gefunden. Ich hole mir die schönsten Erinnerungen hervor, die ich in den letzten Jahren hatte. Daran halte ich mich fest. Dann kommen auch keine Bilder beim Einschlafen.“

 

 

Dieses Gespräch hat lange in mir nachgearbeitet und tut es irgendwie immer noch.

Weil ich vor einiger Zeit mal eine Schicht mit ihm mitgefahren bin und ich einfach davon ausgegangen bin, dass mir so etwas Heftiges nie passiert. Dass ich so etwas nie versorgen muss. Aber es kann dir passieren. Jederzeit.

 

Dass man Handeln muss passierte heute aktuell im alten Büro.

Einer der Leader aus der Büro-WG klopfte heute Vormittag an meine Tür: „Können Sie Erste Hilfe?!“

Ich nickte und folgte ihm ins Besprechungszimmer.

Einer seiner Gesprächspartner hatte einen schweren Krampfanfall.

Zuckend, röchelnd, Schaum vorm Mund und ganz blau im Gesicht, Herzschrittmacher-Patient lag dieser mir Fremde auf dem Teppichboden.

Von Null auf Hundert in so eine Situation geworfen worden.

Genau mein Ding am Wochenanfang.  -____-

Klar habe ich mitversorgt und mich gekümmert und im Nachhinein gemerkt, wie krass das Adrenalin so pumpen kann.

Dem älteren Mann geht s soweit gut und es scheint, wir haben alle richtig gehandelt.

 

Später, als der Abtransport schon anlief, kam mein Chef ins Büro.

Er sah nur Feuerwehr und Blaulicht und sprach im ersten Moment: „Frau Cassandra! Was ist denn hier los? Ist was mit dem Hund?“

Und ja, da konnte ich dann auch wieder lachen.

 

Tja und damit wieder festgestellt, dass es einem eben doch passieren kann.

Egal wo man sich aufhält, oder was man gerade macht.