Begegnungen

Die fehlende Auszeit macht sich bei mir längst bemerkbar, dennoch steige ich am Freitag in den Zug, um an einer Klausurtagung teilzunehmen.

Wieder mehr Arbeit, wieder neue Arbeitsaufträge im Gepäck.

Aber auch viel Zwischenmenschliches.

Viele Gespräche und neue Menschen im Leben, die noch ein bisschen in mir nachhallen werden.

In diesem Bereich, in dem ich da öfters mal mit rumturne, geht es sehr männerlastig zu. Die Damen, die mit dabei sind…. hmmmm….. wie schreibe ich das….. sind entweder sehr mäuschenhaft oder sehr mädchenhaft.

Ich falle da immer ein bisschen aus dem Raster, weil ich doch ab und an eine ziemlich große Klappe habe, aber mir keinen lackierten Nagel abbreche und vor allem auch, weil ich in solchen Runden mein Geschlecht nicht ausspiele oder selbst gar einsetze.

Klingt krude und ist schwer zu verstehen, aber nun ja. Egal.

Diese Veranstaltung war ziemlich produktiv. Ich nehme sehr viel mit raus, auch emotional als Pusher für mich selbst. Es tut gut zu sehen, wo es hingehen KÖNNTE, wenn die richtigen Leute am Start sind.

Die Abende laufen dann oft nach Schema F ab.

Soziale Interaktion, Gespräche, Trinken. Sowas halt.

Angefangen hat es diesmal mit einer Hüpfburg, die vor Ort bei einem Fest stand. Einer aus der Runde – nennen wir ihn den Luft-Hasen – fragte, ob jemand mit will, diese Hüpfburg zu testen.

Zur Ausführung kamen wir nicht, weil zu viele Kinder dort vor Ort waren. Stattdessen haben wir ein sogenanntes Pedalo getestet. Den Luft-Hasen hat es mit dem Teil hingelegt, direkt auf die Handgelenke. Dieser Vorlauf eben ist wichtig, dazu kommen wir später nochmal.

Grinsend habe ich ihm hochgeholfen und meinte noch so, dass sich die Prinzessin nicht so anstellen soll.

Viel viel später, am Abend dann, wollte ich eigentlich nur einen kleinen Absacker trinken und dann ins Bett.

Dann setzte sich der Luft-Hase neben mich und statt einem Absacker wurden es viele.

Der Kellner kassierte uns gegen 1:30 Uhr mit den Worten „Ihr müsst jetzt zahlen, ich bin sonst selbst zu betrunken für alles Weitere!“, ab.

„Deine Prinzessin hat sich verletzt. Guck!“, schmerzverzerrt zeigte mir der Luft-Hase seine Handgelenke und ja, es hat ihn übel erwischt. Am nächsten Tag kam raus, dass er sich eine fetzen Prellung mit Bluterguss im Gelenk geholt hat. Durch ein Kinderspielzeug….ohne Worte ….echt.

—- ich merke gerade selber, dass ich ins Schreiben nicht so reinkomme —- müsst ihr jetzt durch—- Zeitform auch für n Bobbes =//

Diese trinkfeste Runde bestand irgendwann nur noch aus mir und lauter Kerlen, denn die anderen Damen hatten sich längst verabschiedet.

Und dann….dann fingen die Gespräche an, die man nicht so einfach wegschieben kann.

In dieser Runde saßen Menschen, die mich an Lebenserfahrung locker schlagen. Der Luft-Hase selbst zählt 56 Jahre.

Er in seiner Position steht weit weit über mir, stellten aber durch Zufall fest, dass wir uns an Weihnachten bei einer größeren Sache schon mal über den Weg gelaufen sind und ich sogar glaube, dass ich ihn damals schon durch die Gegend gescheucht habe.

Sein Kopf lag irgendwann auf meiner Schulter (keine Sorge, als Flirten oder sowas fasse ich das nicht auf und war es auch nicht) und er erzählte vom letzten großen Ereignis.

„In den letzten 2 – 3 Jahren gab es mehr Nächte, die mich nicht loslassen und in meiner jetzigen Situation – meine zweite Ehe wird geschieden – stecke ich all das nicht so leicht weg, wie sonst. Beim letzten Mal habe ich für unseren Trupp die Nachsorge rufen lassen und dann die Truppe komplett austauschen lassen. Urplötzlich stehst du da und hinterfragst alles. Ein Kind zu verlieren ist schon ein Tiefschlag, in dieser Nacht waren es vier.“

In diesem Augenblick, und so kitschig das auch klingen mag, aber es ist wie s ist, sah ich, wie sehr er mit den Tränen kämpfte und habe ihn einfach reden lassen.

Weil auch Helfer manchmal Hilfe brauchen.

Weil auch die Starken manchmal schwach sind.

„Stehst da, bist dir sicher, du machst alles richtig und dann kommt da diese eine kleine Frage, die dich blank dastehen lässt. Das kleine Mädchen hat mich gefragt, wo ihre Geschwister sind und sekundenspäter reanimiert ein ganzer Zug vier kleine Kinder. Nie wieder in meinem Leben möchte ich so etwas sehen müssen. Nie nie wieder.“

„Hast du jemanden, der dich auffängt? Der dir nur zuhört? Also außerhalb von diesem Kreis?“, frage ich ihn und mache damit unbewusst das nächste Tor auf.

„Nicht mehr. Meine Frau hat mich verlassen, ist fremdgegangen, weil ich ihr zu viel gearbeitet habe. Ich habe beides nicht kommen sehen. Ich habe doch alles für sie getan, sie sollte es immer nur gut haben….sie war meine perfekte Ergänzung im Leben. Dachte ich und habe mich doch so sehr getäuscht…. Keine Ahnung, ob ich es hätte verhindern können….und weißt du was? Ich bin 56 Jahre alt, ich will einfach nicht allein sein. Irgendwann allein sterben….“

Lange unterhalten wir uns noch in dieser Nacht, lange war ich nicht mehr so schnell bei jemanden so „nah“ dran.

Ich selbst neige nicht dazu, wildfremde Menschen in mein „Päckchen an Altlasten“ blicken zu lassen.

Aber er, der Luft-Hase lässt sich fallen und lehnt an der Schulter eines jungen Hüpfers, die an diesem Ort nur sitzt, weil sie eine Hüpfburg toll fand.

Ich weiß nicht, ob er bei mir so offen war, oder ob es jeder hätte sein können. Danach frage ich auch nicht.

Was ich aber mache ist, dass ich tatsächlich am nächsten Tag in Facebook auf die Suche gehe. Auch etwas, was mich sonst nie kümmert.

Ich finde ihn und schreibe ihn auch an. Erst da erfahre ich, dass sein Handgelenk übler betroffen ist, als angedacht.

Tagsüber schreiben wir ein bisschen hin und her.

Der Luft-Hase bedankt sich, dass ich ihm am Samstag zugehört habe; bedankt sich, dass ich ihm am Sonntag ein Kühl-Pack besorgt habe und bedankt sich, dass der Montag mit unserem Chat ein bisschen gerettet wurde.

Egal, ob man irgendwann nochmal zusammenarbeiten wird oder nicht.

Egal, ob meine Worte ihm geholfen haben.

Egal, ob dieses Treffen nur möglich war, weil das flüssige Nutella als Geist erschienen ist.

Ich gehe aus diesen Gesprächen mit dem Wissen raus, dass es Menschen wie ihn gibt, die das Herz am richtigen Fleck tragen und nur das Beste im Leben verdienen würden und ich ihm sehr wünsche, dass er irgendwann jemanden findet, der ihm genau das gibt.

Das Lied unten lief auf der Zugfahrt und ich finde, es passt ganz gut zu ihm, dem sonst so starken Luft-Hasen.

Shinedown

Call Me

Wrap me in a bolt of lightning
Send me on my way still smiling
Maybe that’s the way I should go
Straight into the mouth of the unknown
I left the spare key on the table
Never really thought I’d be able
To say that I’ll visit on the weekend
I lost my whole life and a dear friend
I’ve said it so many times
I would change my ways no never mind
God knows I tried!

Call me a sinner, call me a saint
Tell me its over, I’ll still love you the same
Call me your favorite
Call me the worst
Tell me its over I don’t want you to hurt
Its all that I can say
So I’ll be on my way

I finally put it all together, nothing really lasts forever
I had to make a choice that was not mine
I had to say goodbye for the last time
I put my life in a suitcase
Never really stayed in one place
Maybe that’s the way it should be
You know I’ve lived my life like a gypsy

I’ve said it so many times
I would change my ways, no never mind
God knows I tried

Call me a sinner, call me a saint
Tell me its over, I’ll still love you the same
Call me your favorite
Call me the worst
Tell me its over I don’t want you to hurt
Its all that I can say
So I’ll be on my way

I’ll always keep you inside
You healed my heart and my life
And you know I’ve tried

Call me a sinner, call me a saint
Tell me its over, I’ll still love you the same
Call me your favorite
Call me the worst
Tell me its over I don’t want you to hurt
Its all that I can say
So I’ll be on my way
So I’ll be on my way
So I’ll be on my way

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Frustrane Woche

Die letzten Tagen waren sehr sehr mau.

Am Montag war kurz davor, einfach mal ALLES hinzuwerfen.

Im alten Büro ging nichts mehr.

Ich wusste das zwar schon vorab, weil die Alt-Chefin im Freestyle agierte und sich nicht einbremsen ließ, aber dennoch war das hart für mich zu sehen.

Abwenden hätte ich das sicherlich können, aber dann hätte es bei ihr keinen Lernerfolg gegeben. Dieser war zwingend notwendig.

Deswegen ließ ich es schweren Herzens laufen.

Fiel mir extrem schwer, denn Chaos und nicht funktionierende Technik treibt mich in den Wahnsinn….

Das wäre ja noch zu verschmerzen gewesen, aber dann kam der Kampf im Trägerverein wieder auf.

Manche Leute ließen sich einkaufen und sind umgefallen wie die Fähnchen im Wind.

So viele Männer…. So wenig Eier!

Jetzt bin ich aber kein Mensch, der mit dem Kopf durch die Wand geht.

Ich neige eher dazu, in die Reflexion zu gehen.

Ergo alles nochmal durchgegangen. Alles nochmal durchdacht.

War ich zu voreilig?

War es der falsche Ansatz?

Oder noch schlimmer, liege ich einfach total falsch? Mit allem?

In Phase zwei bin ich dann die nächsten Schritte angegangen.

„Trenne dich von Blockaden und schaffe Fakten.“

Siehe da, schon ging es voran.

Die Heads of schrieben hübsche und für jeden ersichtlich, augenwischende sowie zum Teil falsche Emails.

Meine Positionierung wurde gestärkt. Ein Teil meiner Forderungen erfüllt (wobei ich das so gar nicht wollte – ein Erkennen der Situation hätte mir erstmal genügt).

Auch habe ich für mich eine Richtung gefunden. Die Anfrage nach der Task Force erstmal abgelehnt.

Weil mit Fähnchen die fallen, arbeite ich sicherlich nicht am Next Level.

In Extrem-Situationen will und muss ich mich verlassen können und mit solchen Menschen ist das einfach unmöglich.

Dieses Wochenende wird der Ball weitergespielt.

Frau Cassandra holt sich neuen Input und neue Infos und dann heißt es nächste Woche „Auf in Runde 2!“

Der nächste, unnötige Stolperstein betraf den blauen Riesen.

Hier gibt es ein neues Programm, welches nicht so will, wie es soll.

Was für mich aber de facto heißt, dass ich meine Arbeit nicht mehr so erledigen kann, wie ich sollte.

Alles ist mit einem Mehraufwand verbunden.

Mal sehen, was die Führungsebene hier noch unternehmen will.

Ich bin da außen vor.

Um diesen ganzen Stress ein bisschen abzuflachen, wollte man sich dann etwas Gutes tun.

Angefangen mit einem Konzertbesuch nächster Woche. Aber ….tadaaaa….wenn schon mies, dann richtig. Denn das Konzert wurde einfach mal abgesagt. Das ist bitter.

Nächster Versuch war dann ein kleiner, feiner Abstecher in eine bestimmte Eisdiele. Aber ….tadaaa…. diese hatte zu und am Wochenende nie auf.

Ehrlich, nach alldem war ich einfach bedient.

Der Pessimist hätte jetzt vielleicht die Erdhöhle gesucht.

Aber danach war mir noch nicht.

Der Optimist zieht seine Kraft aus anderen Dingen.

Bei mir war es ein Gespräch mit meiner mir Liebsten.

Etwas angesprochen, was ein bisschen in mir arbeitete und nun hoffentlich den richtigen Weg einschlagen wird.

Und beim blauen Riesen ein Kompliment mitgenommen, welches mich immer noch ein bisschen perplex dastehen lässt. Mit meiner Kollegin kurz über meine Bewerbungsgespräche gewitzelt und auch, was für Fragen ich da so gestellt habe. Dann sie so: „Das war eh krass mit dir. Du hast für eine Assistentin heftige Fragen gestellt. Also…naja…die erwartet man nicht. So durchdacht und vorausschauend. Wir waren alle danach sprachlos!

ICH bin damals aus diesen Gesprächen völlig anders rausgegangen und hatte die Angst, dass man mich total doof findet!

SO unterschiedlich ist Selbst- und Fremdwahrnehmung oft.

Als nettes Add On gab es noch eine Entschuldigungs-Email aus dem Trägerverein bzw. DEM Mann schlechthin.

Nur an mich gerichtet und ohne andere Beteiligten.

Ich glaube nun einfach, er hat wahrgenommen, dass ich zwar nett wirke, aber nicht zu unterschätzen bin.

Zwischen all dem Ehrenamts- und Jobskram gibt es auch noch eine Sache, die ein bisschen Puder und Unterstützung braucht.

Die kleinste der Schwestern trug eine Frage, ein Gedankengespinst an mich heran.

Ihr neuer Freund und sie überlegen ernsthaft, wie ihre Zukunft aussehen soll. Im Konkreten: die Kinderplanung.

Es gibt da viele Faktoren, die dieses Unterfangen …hmmmmh….. tatsächlich überlegenswert machen.

Ihre Ängste sind enorm und nachvollziehbar.

Mein Thema ist da ja, dass ich da eigentlich wenig sachlich bleiben kann, weil meine persönliche Meinung hierzu leider sehr gefestigt ist.

Diese Familie sollte sich nicht fortpflanzen, sondern einfach mit unserer Generation aussterben.

Seltsame Kiste all das. Vor allem auch eine, die ich mit Sicherheit nicht so schnell zukriegen werden.

P.s

Am Handy tippen ist echt ätzend

Ausloten

Das Zündeln geht weiter.

Im Moment zwar ein bisschen aus der Warte Position heraus, dennoch laufen die Rädchen.

Spätestens seit Dienstag ist klar, dass ich nicht mehr aus dem Hintergrund agieren kann.

Nun ja…. nehme ich so hin.

Morgen wird sich zeigen, ob mein Ansatz der richtige ist.

Schlage deinen Gegner mit seiner Schwäche.

Derweil lote ich immer wieder erneut aus, wer mitgenommen wird auf die Reise.

Wer verdient Vertrauen? Wer wird auf das Abstellgleis geschoben?

Auch lote ich aus, ob ich ein Angebot annehme.

Man hat, scheint s gesehen, was ich innerhalb von ein paar Tagen auf die Beine stellen kann.

Jetzt will man mich, um eine Task Force nach vorne zu pushen.

Es ist verlockend. Zugegeben.

Steht aber wie einfach alles bis Mai hinten an.

Ich mag ja dieses brennen für eine Sache.

Nur ausbrennen muss nicht sein.

Auch gilt es, diesen politischen Tanz fein auszuführen.

Die Spatzen pfeifen, dass es bis nach oben gedrungen ist, ergo zum Head of Heads.

Nachdem ich mich ja komplett aus der Schusslinie genommen habe, kann es nicht mal meiner Staffel vor die Füße fallen.

Meine Babys sind also sicher 😉

Politisch bleibt es nun auch im Job.

Hier bin ich tatsächlich aus Versehen zwischen die Fronten geraten.

Nicht tragisch, aber spannend zu sehen, wie agiert wird. So ein Konzernleben hat es in sich. *grins*

So ist es fast zwingend, dass ich täglich das Lot in Augenschein nehme.

Mein Mittel zum Zweck….

Ein Bild, welches mehr als passend ist, gibt s noch zum Schluss.

Zündeln

Der erhoffte, große Knall kam noch nicht. Es schwelt immer noch.

Ich habe schon mit im letzten Jahr einen Grundstein im Verein gelegt, um ein gewisses Ungleichgewicht auszuloten.

Dieses Ergebnis ist seitdem Basis diverser Anläufe, um etwas zu ändern. Um etwas zu Bewegen. Oder ganz einfach, um gehört zu werden.

Das ist, obwohl mehrere Versuche gemacht wurden, nicht passiert.

Jetzt steht die Mitgliederversammlung an und jetzt bin ich schneller wieder „mittendrin, statt nur dabei“.

 

Meine Frau hat es treffend formuliert: „Du warst jetzt 6 Monate weg, hast dich zurückgezogen. Und kaum bist du wieder da, sägst du am Stuhl vom Geschäftsführer. Hut ab, das macht auch nicht jeder.“

 

Ich säge, weil ich sägen muss, nicht weil ich sägen will.

Zündeln nenne ich das gerne. Dabei muss ich aber aufpassen, dass ich selbst nicht ausbrenne.

In Anbetracht der letzten Wochen besteht da nämlich schon die Gefahr.

Derzeit sieht der Ablauf nämlich so aus: Blauer Riese, Alt Büro, Vereinsarbeit, Schule, Alt Büro, Vereinsarbeit, Schule, Schule, Blauer Riese, usw. usf.

An manchen Tagen bin ich exakt 15 Minuten daheim, um mich umzuziehen.

Gut, dass das nur auf absehbare Zeit läuft.

Auch gut, dass ich alles Drumherum genau für diese Zeit auf Eis legen kann bzw. einfach weg- und verschiebe.

 

Denn das Zündeln liegt mir sehr.

 

Weil mich Aussagen wie: „Was soll ich machen? Strategien entwickeln? Das müssen schon die einzelnen (ehrenamtlichen!) Abteilungen machen. Ich bin hier nur Geschäftsführer“, einfach aggressiv machen.

Denn dann wäre mir neu, dass z.B. der einzelne VW Mitarbeiter seinem Vorstand und seinem Geschäftsführer sagt, wie der Laden zu laufen hat und wo man hinwill.

 

Auch ein kleiner Liebling von gestern: „Ich soll Prioritäten und Maßnahmen zur Umfrage nennen? Also auf den Termin heute habe ich mich nicht vorbereitet.“

Da zündle ich nicht nur, da packe ich den verdammten Flammenwerfer aus!!!

 

Mein Sahnehäubchen war dann gestern der Herr OA. Bei dem wusste ich nie so recht, wo die Reise hingeht. Das Baugefühl sagte mir immer, halte Abstand zu ihm. Und genau das passt.

Er hielt eine flammende Rede. Wie sehr er den Verein doch liebt. Wie wichtig die Zusammenarbeit und vor allem der Zusammenhalt sei. Genau DER, der hübsch sein eigenes Nest auspolstert. Genau DER, den ich bei den High-Level-Geschehnissen nie auch nur im Ansatz gesehen haben.

Genau DER, der keine 24 Stunden und mehr an Weihnachten schiebt, wenn mal eben eine kleine Fliegerbombe gefunden wird.

 

FLAMMENWERFER!!!!

 

Aber nun gut. Mein Vorteil ist, dass ich im Hintergrund war und dann doch eher mit einem Paukenschlag nach Vorne trete. Struktur dort anbringe, wo sie so oft fehlt.

Nutze die Schwächen deiner Gegner…..

 

Bis dahin heißt es durchhalten. Nach Mai, wenn die Prüfungen (Schule) und die Probezeit (Blauer Riese) sowie auch der Umzug (Alt Büro) nebst Mitgliederversammlung (Verein) rum sind, dann….dann sieht die Welt auch wieder hübsch frühlingshaft bunt aus.

 

Schreibfaul

Die Tage rasen dahin und es gäbe vieles, was ich gerne festhalten würde.

Nur die Lust dazu fehlt.

Von daher ein kleiner Schnelldurchlauf:

Der Job bzw. die Inhalte werden mehr. Macht man eben eine Sache gut, lecken die andern Blut. 😉

Obwohl Konzern, fühlt es sich dort sehr heimisch an.

Dafür glaube ich, dass es bald im alten Büro scheppern wird. Die Alt-Chefs liegen im Zank miteinander. Planen nicht gemeinsam und sprechen sich auch nicht ab.

Ich bin dessen müde und schaue mir das nicht mehr länger mit an. Ergo werde ich da morgen mal ein bisschen eskalieren, damit sich die Luft reinigt.

Die Wochenenden sind gefüllt mit Terminen und Unternehmungen. Privat ist s derzeit so, dass ich längere Ausflüge bereits in die zweite Jahreshälfte schieben muss. O_o

April und Mai muss ich mir freischaufeln, weil in knapp zwei Monaten meine Prüfungen anstehen. Krass, wie die Zeit vergeht.

Aber das geht vor. Bis dahin werde ich alles abblocken und schieben.

Witzig an der Schule ist, dass der Kurs denkt, ich sei so etwas wie der Klassensprecher.

„Cassandra kannst?“ …. „Cassandra weißt du?“ …. usw. usf.

Nicht gewollt, trotzdem passiert. Wie damals die Führung in der Staffel. 😂

Was die letzten Tage schön war, war der Ausflug zur Messe nach Nürnberg.

Nicht überlaufen und gemütlich.

Dazu neue Rum Entdeckungen gemacht.

Ohne den Herrn Romeo. Aber der versetzt mich ja gerne zu Geburtstagen… 😉

Jedenfalls wird es 2020 wohl die Messe in Berlin werden. Allerdings ohne große Gruppe. Nicht weil ich sie nicht mag, sondern weil das Planen drumherum Zeit frisst.

Und dann…. Mein persönliches Highlight.

Das Hundemädchen ist jetzt zweistellig.

10 Jahre nun schon an unserer Seite.

10 wunderbare bekloppte Jahre.

Zweistellig werden ist deshalb so berührend für mich, weil ich meine letzte Hündin zu früh und extrem überraschend gehen lassen musste.

Um 8 Uhr zum Tierarzt gebracht und um 9 Uhr ohne Hund wieder ins Auto gestiegen.

Das war in dieser eh schon unschönen Zeit so verdammt hart für mich.

Umso schöner ist es jetzt, dem Hundemädchen beim Altwerden zusehen zu dürfen

In diesem Sinne….

“Nachts werden die Gefühle klarer. Die Gedanken lauter und die Musik schöner. Nachts merken wir was Fassade ist und was nicht. Nächte sind ehrlich“.

Wenn Sätze mit: „können wir reden“ anfangen, steht selten etwas Gutes im Raum.

Gestern Abend war es nicht anders. Der Schokobär bat um einen gemeinsamen Abend. Die süße Hoffnung flüsterte mir noch ins Ohr, dass er bestimmt nur Zocken wollen würde….

„Ich bin krankgeschrieben. Längerfristig. Burn Out. Oder wie es die Ärztin auch nennt: mittelschwere Depression. 11 von 12 auf der Skala.

Der Job… also die nicht bewilligte Versetzung…. gab mir den Rest. Ich kann meine Fassade nicht mehr aufrecht erhalten.“

Bumm.

Der Hammer traf und trifft mich sehr.

Denn keiner…. auch nicht seine Partnerin (= meine Schwester) haben es mitbekommen.

Ich denke spontan an den Sänger von Linkin Park. Es gab einige Tage vor seinem Suizid ein Foto von ihm mit seiner Familie. Lachend.

Kurze Zeit später gab es ihn nicht mehr.

Eine Fassade, die man wohl nur schwer durchblicken kann.

Hier und jetzt ist es beruhigend, dass der Schokobär sich zügig und adäquat Hilfe geholt hat.

Medikamente und Therapieplan tun ihr übriges.

Vieles schwirrt mir durch den Kopf…..

Vieles muss sich erst noch fassen lassen….

Gedanken Fetzen kreisen und kreisen.

Die Starken fallen leise und ja, der Job kann einen krank machen.

Influenza

Die Ausläufer der Grippe halten mich zwar immer noch ein bisschen in Schach, aber es wird.

Davon mal ab, dass Kranksein eh nie schön ist, war ich mehr als nur entsetzt, WIE heftig die Grippe war. Vor allem, da dieser Kelch seit vielen vielen Jahren an mir vorbei ging.

Erkältung…. Bronchitis…ja klar…da kennt man sich, da arbeitet man den jährlichen Besuch sozusagen ab.

Aber die Grippe Nummer war….anders. Innerhalb von 24 Stunden Totalausfall .

Danke, muss ich nicht wieder haben.

 

Charmant an dem ganzen Krankheits-Gedöns war die Ärztin: „Ach… ich sehe ja, Sie werden bald 35… da können wir dann in die Vorsorge Untersuchungen starten.“

Menschen. So schnell kann man sie so wenig leiden….

 

 

Egal.

Hier und jetzt steht die innere Uhr jedenfalls auf Frühling.

Die ersten Rad-Touren gab es auch schon und die Sonnen-Akkus werden wieder geladen.

 

 

Beim Blauen Riesen ist es weiterhin mehr als recht.

Die Truppe plant schon weiter. Also alles nach 2020.

Ich bin ja immer noch in der Probezeit und das Ganze fühlt sich immer noch surreal an.

Ha! Etwas habe ich hier noch.

Letzte Woche gab es einen Workshop zum Bewerten vom Chef. In einem Punktesystem von 1 – 10 war er im mittleren Bereich.

Klar kenne ich nach 6 Wochen seine Eigenheiten noch nicht, aber eine 3 oder 5 fand ich jetzt nicht soooo passend.

Später wurde darüber gesprochen, warum es auch mittlere Werte gab.

Ergebnis: Weil er dem Home Office gegenüber nicht so aufgeschlossen ist.

Ähm….ja….okay….

Ich denke da wieder an den Global Player und musste so arg Grinsen bei dem Gedanken, welche Bewertung mein Ex-Chef sich da gefangen hätte.

Das ist so eine ganz andere Welt; so heftige Unterschiede erlebe ich da tagtäglich.

 

 

Was gab s noch?

Ach ja, langsam strecke ich meine Fühler wieder im Trägerverein aus.

Da wachsen ein paar Pilze, die so nicht sein sollten.

Mal sehen, wie arg ich mich da wieder reinhänge und inwieweit ich aus dem Hintergrund „mobbe“.

Es juckt mich jedenfalls SEHR in den Fingern….

 

 

Meine eigene Fortbildung hat die Hälfte überschritten.

Anfang / Mitte Mai sin die Prüfungen.

Bis dahin gilt es echt, ein paar Unterrichtseinheiten auszusitzen.

Da sind Dozenten dabei….uff…. die sind nur schwer auszuhalten.

Aber die liebe Anwesenheitspflicht zwingt mich dazu….

 

 

Was eben einen Großteil meiner Zeit in Anspruch nimmt ist der Rück bzw. Abbau im Alt-Büro.

Chef und Chefin kommen da eben nicht so auf einen Nenner, was das Ganze für mich nicht einfacher gestaltet.

Es gibt keine klare Linie, keinen Plan.

Chef selbst ist ….hmmm….geistig bei weitem noch nicht darauf vorbereitet, dass er jetzt dann quasi aufhört zu arbeiten.

Ich mag die beiden ja wirklich gerne, aber im Moment ist mit ihnen arbeiten mehr als schwierig.

Es gab – völlig untypisch für uns bzw. für mich – in letzter Zeit den ein oder anderen Moment wo ich wirklich sauer meinem Unmut Luft gemacht habe.

Dennoch bleibt die positive Grundstimmung und ich werde die beiden schon wieder in die Spur bringen.  ;-))

 

 

//

 

 

Journey

Any Way You Want It – YouTube

 

 

 

 

Any way you want it
That’s the way you need it
Any way you want it

She loves to laugh
She loves to sing
She does everything
She loves to move
She loves to groove
She loves the lovin‘ things

Ooh, all night, all night
Oh, every night
So hold tight, hold tight
Ooh baby, hold tight

Oh, she said,
Any way you want it
That’s the way you need it
Any way you want it
She said, any way you want it
That’s the way you need it
Any way you want it

I was alone
I never knew
What good love could do
Ooh, then we touched
Then we sang
About the lovin‘ things

Ooh, all night, all night
Oh, every night
So hold tight, hold tight
Ooh baby, hold tight

Oh, she said,
Any way you want it
That’s the way you need it
Any way you want it
I said, any way you want it
That’s the way you need it
Any way you want it

She said ohh, hold on, hold on, hold on
Oh, she said any way you want it
That’s the way you need it
Any way you want it

Any way you want it
That’s the way you need it
Any way you want it

She said any way you want it
That’s the way you need it
Any way you want it

Any way you want it
That’s the way you need it
Any way you want it

Any way you want it
That’s the way you need it
Any way you want it

Any way you want it
That’s the way you need it
Any way you want it

Any way you want it
That’s the way you need it
Any way you want it

Any way you want it
That’s the way you need it
Any way you want it

Any way you want it
That’s the way you need it
Any way you want it

Any way you want it
That’s the way you need it