Freak Alarm

Eine andere Betitelung verdient diese Woche nicht.
Woran es liegt ist mir ein Rätsel?
Vielleicht, weil die Öffentlichen in dieser Woche chaotisch sind?
Weil der erneute Wintereinbruch die Leute entsetzt?
Weil die narrischen Tage anstehen, die hier an sich nicht wirklich begangen werden?
Man weiß es nicht….

Ich für meinen Teil biete jedenfalls folgende Situationen:

Nummer 1
Im Büro ein Anruf einer Frau. Sie würde mir jetzt nur ihren Alias-Namen nennen, denn sie hätte ja viele Pseudonyme. Das sei wie bei ihren Jobs. Davon hätte sie auch viele. Aber deswegen wäre sie ja jetzt nicht hier. Sondern weil sei eine Einsicht braucht. In eine Akte.
Auf meine Nachfrage, in WAS für eine Akte denn (Strafakte, Krankenakte, Verfahrensakte, Flensburger Punkte, ….) bekam ich zu hören, dass sie mir das am Telefon ja so nicht sagen könne. Man müsse ja aufpassen. Am Telefon gäbe sie nichts preis. Sie hätte all das schon mal durch gemacht. Polizei, Anwälte, Ärzte….alle hätten sie zu Grunde gerichtet. Deswegen müsse sie jetzt in einer 1-Zimmer-Wohnung leben.
Das Gespräch dauerte nur wenige Minuten und ich kann jetzt immer noch nicht sagen, WAS die Frau eigentlich von mir wollte. Nicken, Lächeln…weiterschicken!

Nummer 2
Ich sitze wartend am U-Bahn-Steig. An diesem Tag hat eh schon alles Verspätung, meine Musik habe ich Zuhause liegengelassen und überhaupt….es ist Montag.
Derweil ich also so über mein Leben sinniere, sehe ich einen älteren Mann zwischen den Bänken hin und herlaufen. Den U-Bahn-Steig vor und zurück.
Irgendwann fängt er zu brüllen an. Einfach so. Brüllend kommentiert er, was die anderen Wartenden machen.
Sachen wie: „DA! Schaut es euch nur an. Alle hocken sie hier. Als hätten sie nichts Besseres zu tun. Und keiner sagt mir, wie ich zum Hauptbahnhof komme!“
oder: „Ja! Lies du nur deine Zeitung! Hast mich schon verstanden! Lies nur! Und keiner sagt mir, wie ich zum Hauptbahnhof komme!“

Der Clou an der Sache…..die U-Bahn fährt quasi in eine Richtung und naja…genau in Richtung Hauptbahnhof.
Witzig an der Sache ist, dass meine Frau in Tage später auch getroffen hat. Im Bus. Da schrie er die Leute an, dass sie u.a. in ihre Handy gucken oder einfach nur im Bus sitzen.

Nummer 3
Dienstagabend. Ich husche schon schnell in den Supermarkt, wusle mich zwischen den Regalen durch.
Aus den Augenwinkeln heraus sehe ich zwei Männer am Flaschenautomaten diskutieren, denke mir aber nichts dabei.
Eine Regalreihe von den beiden entfernt löst sich der Größere der zwei (sie kannten sich wohl nicht), dreht sich zu drei Frauen um, die in der Nähe stehen, beschimpft diese, zeigt ihnen den Mittelfinger und rauscht wütend ab.
Ich denke mir in dem Moment noch darüber nach, warum da jetzt so ne Diskussion losging, als die Situation weiter in Schieflage gerät.
Eine der drei Frauen (alle so um die 50) ruft dem Großen hinter her, das er sich schämen solle, man zeige ihr nicht den Mittelfinger.
Daraufhin stürmt der Kerl an mir vorbei zurück und baut sich vor der Frau auf.
Weitere Beschimpfungen folgen, er packt ein Brot und wirft es über ihren Kopf hinweg Richtung Fleischtheke.
Alles im Sekundentakt.
In dem Moment, wo das Brot flog, bin ich hin und habe ihn gefragt, was denn jetzt bitte hier los sei, derweil sich ein weiterer Kunde schützend vor die Frau gestellt hat und die Filialleitung ums Eck kam.
Schimpfend, fluchend ist der Kerl dann aus dem Laden gestürmt.
Und ehrlich, ich weiß JETZT noch nicht mal, warum da auch nur irgendwas eskaliert ist. O__o
Was auch immer davor dort schon war, diskutiert wurde oder sich abgespielt hat, kurzfristig dachte ich, der Kerl würde gleich komplett ausflippen und handgreiflich werden.

Nummer 4
Wir haben hier bei uns ums Eck eine Kreuzung, die eigentlich ganz durch Schilder geregelt ist. An einem Arm dieser Kreuzung befindet sich derzeit eine riesige Baustelle, aus der täglich mehrmals große, schwerbeladene LKWs ein- und ausfahren.
Aus diesem Grund vermeide ich es, mit dem Hundemädchen über diesen Arm zu laufen.
Auf meinem täglichen Heimweg in der Woche sehe ich, dass eben aus jenem Arm mal wieder ein Lkw ausrückt.
Vorzeitig wechsle ich meine Straßen so, dass ich damit nicht in Berührung komme, bin schon fast an der Haustür, habe alle Hände quasi voll und will schon aufsperren, als ich ein Quietschen und Scheppern höre.
Anfangs dachte ich, an dieser Kreuzung hätte es jetzt geknallt. Hatte es aber nicht. Der beladene Lkw musste nur eine Vollbremsung hinlegen und dementsprechend ist seine Ladung – Metallteile – gerutscht.
Urplötzlich standen zwei Autos und der LKW in dieser Kreuzung.
Tja…und dann….dann eskalierte es hier auch.
Der Lkw-Fahrer sprang aus seiner Kabine, tobte los und schlug wütend auf die Motorhaube eines Taxifahrers ein.
Der setzte zur Abschreckung ein hübsches Hup-Konzert ein, derweil der dritte Autofahrer schreiend sein Fenster runterfuhr.
Ich hatte keine andere Wahl, als das Hundemädchen in die Wohnung zu bringen und bin dann zurück.
Und zack! Bei Ankunft alle weg. O__o

Nummer 5
Gestern beim Global Player das alte Lied. Der Neu-Chef ist ja ein total Chaot. Wünscht sich immer Struktur und dass man ihn „einfängt“, sagt aber im gleichen Atemzug, dass ihn weder die Ehefrau, noch Kinder oder die Mama-Kollegin ihn jemals ändern konnte.
Dabei wäre es meiner Meinung nach ein Leichtes, gewisse Abläufe einzubringen. Sofern er eben mitmacht und sich daran hält. Will er aber nicht.
Hierfür hat man jetzt die Lösung.
Es kommt ein Coach. Der bringt ihm Struktur bei. Begleitet ihn und das Team einen halben Tag, führt ein paar Gespräche und erklärt Handlungsabläufe.
Für schlappe 3.000 Euro. Für 4 Stunden.
Der Witz daran ist, dass zwei aus dem Team den Coach schon mal da hatten. Vor einem knappen Jahr. Mit dem Ergebnis: NULL
Wieder ein Moment nach dem Motto: „WAS kostet die Welt?!“
Reine Verschwendung. Ohne Worte

//

Alle irre in dieser Woche….ehrlich.
Menschen, ich mag sie so selten….

ABER ….ha! wie immer… Ich habe noch was Nettes zum Abschluss.

Chefchen: „Gehen Sie Fasching feiern? Feiern wir Fasching am Montag? Soll ich Krapfen mitbringen?“

Moi: – verhört sich und zwar so richtig – „Was? Sie wollen Schnaps mitbringen?!“

Chefchen: „Och…naja…gute Idee. Dann bringe ich beides mit!“

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Wenn die Krise alles verfinstert hat, werden Kinder des Lichts die Sterne anzünden. – Phil Bosmans

Barrikaden fallen tränenreich.
Krisen schmerzen.

Aber dann….dann ist da die frische Luft zum Durchatmen.
Der Knoten platzt.
Gewaltig und er zerstört nicht.
Er hinterlässt ein gutes Gefühl.

Ja doch.
Es befreit.

Ich spreche die dunklen Gedanken aus und finde Gehör.
Sehe, dass ich mit meinen Ängsten nicht alleine dastehe.
Nun rüstet man sich gemeinsam und allein diese kleine Zündung, lässt mich lächeln.

Da wächst sie.
Zart und zerbrechlich.
Die Hoffnung und die Sonne wärme sie kontinuierlich.

//

Für Orbi, weil er Eddy Teddy ja so mag. 😉

Eminem – ft. Ed Sheeran
River

I’ve been a liar, been a thief
Been a lover, been a cheat
All my sins need holy water, feel it washing over me
Well, little one
I don’t want to admit to something
If all it’s gonna cause is pain
Truth and my lies right now are falling like the rain
So let the river run

He’s comin‘ home with his neck scratched, to catch flack
Sweat jackets and dress slacks, mismatched
On his breath’s Jack, he’s a sex addict
And she just wants to exact revenge and get back
It’s a chess match, she’s on his back like a jet-pack
She’s kept track of all his Internet chats
And guess who just happens to be movin‘ on to the next
Actually, just shit on my last chick and she has what my ex lacks

‚Cause she loves danger, psychopath
And you don’t fuck with no man’s girl, even I know that
But she’s devised some plan to stab him in the back
Knife in hand, says their relationship’s hangin‘ by a strand
So she’s been on the web lately
Says maybe she’ll be my Gwen Stacy, to spite her man
And I know she’s using me to try to play him, I don’t care
Hi Suzanne, but I shoulda said „Bye Suzanne“
After the first night, but tonight I am

I’ve been a liar, been a thief
Been a lover, been a cheat
All my sins need holy water, feel it washing over me
Well, little one
I don’t want to admit to something
If all it’s gonna cause is pain
The truth and my lies now are falling like the rain
So let the river run

One-night stand, turned to a two-night stand
It was „come sunlight, scram,“ now we hug tight, and…

He found out, now she feels deserted and used
‚Cause he left, so what? He did it first to her too
Now how am I supposed to tell this girl that we’re through?
It’s hard to find the words, I’m aloof, nervous, and Sue
Don’t want this to hurt, but what you deserve is the truth
Don’t take it personal, I just can’t say this in person to you
So I revert to the studio, like hole-in-the-wall diners
Don’t have to be reserved in a booth
I just feel like the person who I’m turning into’s
Irreversible, I preyed on you like it’s church at the pew
And now that I got you I don’t want you
Took advantage in my thirst to pursue
Why do I do this dirt that I do?
Get on my soapbox and preach, my sermon and speech
Detergent and bleach is burnin‘ the wound
‚Cause now with her in the womb
We can’t bring her in this world, shoulda knew
To use protection ‚fore I bit into your forbidden fruit
Fuck!

I’ve been a liar, been a thief
Been a lover, been a cheat
All my sins need holy water, feel it washing over me
Well, little one
I don’t want to admit to something
If all it’s gonna cause is pain
The truth and my lies now are falling like the rain
So let the river run

My name’s (ooh), my name’s (ooh)
River (ooh), river run
Call me (ooh), call me (ooh)
River (ooh), we’ll let the river run

Always the bridesmaid, never „The bride, hey!“
Fuck can I say? If life was a highway
And deceit was an enclave, I’d be swerving in five lanes
Speeds at a high rate, like I’m slidin‘ on ice, maybe
That’s why I may have came at you sideways
I can’t keep my lies straight
But I made you terminate my baby
This love triangle left us in a wreck, tangled
What else can I say? It was fun for a while
Bet I really woulda loved your smile
Didn’t really wanna abort, but fuck it
What’s one more lie, to tell our unborn child?

I’ve been a liar, been a thief
Been a lover, been a cheat
All my sins need holy water, feel it washing over me
Well, little one (I’m sorry)
I don’t want to admit to something (I fucked up)
If all it’s gonna cause is pain
The truth and my lies now are falling like the rain
So let the river run

Soll Bruch Stelle

Montagmorgen. Einer, wie er im Buche steht.
Die Zeit zu knapp, das Wochenende zu kurz und der Schlaf zu wenig.
Beim Zusammenpacken kippe ich mir noch schnell die Suppe über die Hose und ab da ist mir schon klar, der Tag kann einfach weg.
Als ich in meine Schuhe schlüpfe, bricht mir der Schuhlöffel ab. An sich nichts Schlimmes und eigentlich kaum erwähnenswert.
Meiner mir Liebsten schreibe ich im Laufe des Tages dennoch die dazugehörige Info. Grinsend fragt sie nach, wie man so etwas schafft.
Sollbruchstelle antworte ich ihr und dann macht es Stunden später bei diesem Wort Klick, als ich den Chat-Verlauf nochmals lese.

Vielleicht ist es ja genau das.
Vielleicht muss das Leben oder man selbst an gewissen Stellen (ein)brechen oder knicken.
Einfach, weil es gar nicht anders geht und schon immer so war.
Weil eben genau dort die Belastung zu groß und es vorhersehbar war, dass man versagt.
Die Konstruktion beinhaltet quasi den Fehler.
Kann man – finde ich – auf vieles im Leben ummünzen.

Derweil der Schuhlöffel längst im Müll liegt, geistert dieses eine Wort mir immer noch im Kopf rum.
Wo bin ich eingebrochen?
Wo werde ich einbrechen?
Und vor allem, was hat es aus mir gemacht? Wie bin ich damit umgegangen?

Ich habe Variante A) probiert und bin damit böse gegen die Wand gefahren.
Dann kam aus eigenem Entschluss Variante B) und diesmal bin nicht ich diejenige, die einbrechen wird.
Jetzt ist einfach mein Gegenüber dran.
Mein Kokon aus Stille und Schweigen ist mein Schutz, aber auch eine Art Waffe.

//

Neues aus der Arbeitswelt biete ich auch.
Für mich habe ich den Umgang mit der Burn-Out-Kollegin gefunden.
Mein Standing innerhalb des Konzerts baut sich auf und aus.
Im gleichen Zug bin ich noch freundlicher zu ihr, noch unangreifbarer.
Ich gebe mich hier nicht geschlagen. Das ist nicht mein Stil.
Deswegen habe ich mein Personalgespräch mit dem Chef vorgezogen und vor ihres gelegt.
Klar gemacht, wo meine Startschwierigkeiten lagen und worin ich Potential sehe. Ohne Kollegen anzukreiden.
Sein Wort gleich am Anfang dazu: „Bevor wir hier starten sage ich es Ihnen gerne zum dritten Mal….wir können Ihre Probezeit aufheben und verkürzen. Nehmen Sie endlich an?“
Kopf schlägt Herz.
So extrem schwer mir das auch fällt, so wenig ich das auch bin, diesmal geht es nicht anders.
Ich hatte 10 Jahre lang einen Traum von Büro / Job und mir war schon immer klar, dass man das nicht ein Leben lang haben wird.
Also gewinnt der Kopf.
Zumindest vorerst. 😉

//

Weiter wurde auch „amtlich“ gemacht, dass das Hundemädchen nunmehr in Rente ist.
Tatsächlich ist das noch ein seltsames Gefühl.
Aber auch das wird vergehen. In 6 Monaten wird es völlig normal sein, dass sie nachts liegen bleibt, während wir aufstehen und in den Einsatz gehen.

//

Ich habe hier einige Tagesabläufe gelesen und musste feststellen, dass selten Tage bei mir gleich anfangen.
Immer gibt es andere Komponenten, die mit reinspielen, so dass es nie eine Norm gibt.
Außer… ha!….Frühstück.
Das ist etwas, was tatsächlich jeden Tag gibt. In irgendeiner Form. Zu irgendeiner Zeit.
Aber immer Zuhause.

//

Ed Sheeran
Dive

Oh, maybe I came on too strong
Maybe I waited too long
Maybe I played my cards wrong
Oh, just a little bit wrong
Baby I apologize for it

I could fall or I could fly
Here in your aeroplane
And I could live, I could die
Hanging on the words you say
And I’ve been known to give my all
And jumping in harder than
Ten thousand rocks on the lake

So don’t call me baby
Unless you mean it
Don’t tell me you need me
If you don’t believe it
So let me know the truth
Before I dive right into you

You’re a mystery
I have traveled the world, there’s no other girl like you
No one, what’s your history?
Do you have a tendency to lead some people on?
‚Cause I heard you do, mmh

I could fall or I could fly
Here in your aeroplane
And I could live, I could die
Hanging on the words you say
And I’ve been known to give my all
And lie awake, every day
Don’t know how much I can take

So don’t call me baby
Unless you mean it
Don’t tell me you need me
If you don’t believe it
So let me know the truth
Before I dive right into you

I could fall or I could fly
Here in your aeroplane
And I could live, I could die
Hanging on the words you say
And I’ve been known to give my all
Sitting back, looking at
Every mess that I made

So don’t call me baby
Unless you mean it
Don’t tell me you need me
If you don’t believe it
So let me know the truth
Before I dive right into you
Before I dive right into you
Before I dive right into you

Dunkle Wolken 

Sie sind so greifbar, wie schon viele Monate davor nicht mehr.

Ich hoffe sehr, sie bringen den reinigenden Wolken Schauer und damit einhergehend die klare Luft.

Es schwelt und brodelt in der Ehekiste. Warum? Weil ich da angekommen bin, wo ich mich am gefährlichsten verhalte. 

Im Schweigen. In der Stille.

Ich habe die letzten Monate nichts mehr gesagt. 

Nichts mehr eingefordert.

Nichts mehr diskutiert.

Nicht mehr kritisiert.

Ich war einfach still.
Und dann… in einem Gespräch mit Dritten wurde meinem Gegenüber bewusst, wie es um mich steht – beruflich.

Das war sicherlich ein Schock Moment.

Ob er heilsam ist? Ich weiß es nicht.

„Warum hast du nichts gesagt “  vs.  „Warum hast Du nie gefragt?“

Das ist nur die Spitze des Eisberges und ich bin nicht der Pinguin, der das Eis brechen wird.

Ich verharre weiter in meiner Stille und warte ab ob der Reaktionen.

Sofern sie kommen.

Denn seit Irland 2017 und einem Herzmoment dort weiß ich, dass ich alleine klar komme. Sofern ich mich innerlich gut aufstelle.  

//

Etwas, was ich schon lange festhalten wollte ist das Thema Hundemädchen.
Ihr Jahrestag jährt sich bald zum 9 Male. Irre…einfach irre. Das Kinn mittlerweile ganz grau, die Alters-Grillen werden mehr und überhaupt…. ich sehe die kleinen, feinen Veränderungen. Passe mich ihrem Tempo an und entschleunige dadurch.
Aber nicht nur positive Sachen gehen damit einher. Im Moment ist sie nicht einsatzfähig, ob sie das jemals wieder werden wird hängt noch in der Luft.
Weil das Mädchen, das längst keines mehr ist, Rücken hat.
An sich haben wir das dank Nadel setzen und Physio wirklich sagenhaft gut in den Griff bekommen.
Je nach Wetterlage hat sie bessere Tage oder eben nur „gute“.
Die Frage im Hintergrund ist, ob man das jetzt wieder auf s Spiel setzen will oder muss. Weil ein falsche Bewegung, eine Überschätzung und zack…könnte der Schmerz zurückkommen und das muss nicht sein.
Sie hat ihren Soll mehr als erfüllt und darf meiner Meinung nach ihre Nächte jetzt schlafend daheim verbringen, derweil wir bei jedem Sauwetter durch die Wälder streifen.
Krasse neun (!) Jahre ist sie schon mein Schatten, mein täglicher Begleiter und Herzenshund. Mein Mädchen. ❤

//

Zur Burn-Out Kollegin gibt s auch etwas Neues.
Aber hier erst mal vielen Dank für euer Feedback! Mir hat das sehr geholfen, nicht ständig an mir zu zweifeln und mir zu denken, dass ICH der Fehler bin.
Jedenfalls…dieses nicht greifbare Spiel geht weiter.
Nur habe ich für mich einen guten Ansatz gefunden.
Ich bin NOCH freundlicher und NOCH direkter.
Oder – und das ist die üblere Schiene – lasse sie in der Luft hängen.
Ich sage, dass ich dringend ein Gespräch mit dem Neu-Chef möchte und sie fragt so nebenbei warum dem so ist, meine Probezeit liefe ja schließlich noch. Ob ich denn gehen möchte? Ich würde ihr das doch frühzeitig sagen, oder?
Tja gute Frau….. Mein Gesprächswunsch geht dich NULL an. Ich habe ihn mitgeteilt, Inhalt hat dich nicht zu interessieren. Fertig aus.

Auch sehr … charmant war, dass ich gesehen habe, dass sie einen Fehler gemacht hat. Wuuuuuuhuuuu…jubel….auch ihr passieren Dinge, man mag s kaum glauben.
„Ach ja…und bei xyz habe ich vergessen den Anhang mitzuschicken…“, meinte sie so nebenbei
„Weiß ich. Habe ich gesehen. Und schon korrigiert. Habe dich in cc genommen“, meine sehr freundliche Reakation darauf.
Innerlich bin jetzt, nach fast 3 Monaten, aufgestellt.
Mir widerstrebt es zu tiefst, so sein zu müssen, aber ich werde mich nicht unterbuttern lassen.
Diese Phase ist vorbei.

//

Btw. Fotos einbinden muss ich hier noch üben bzw. endlich mal angehen.
Das nur als kleine Erinnerung für mich. =)

Der Alltag der meisten Menschen ist stilles Heldentum in Raten. – Anna Magnani

Da sind sie wieder. Groß und schreiend.
Die Selbstzweifel.
Begleitend mit Grübeln und Nachdenken.
Ich suche den richtigen Ansatz, den Schalter und bin mir nicht sicher, ob ich beides je finden werde.

Auslöser eigentlich nichts Heftiges.
Tja. Eigentlich.

Am Freitag im Büro empfing mich die Burn-Out Kollegin mit den Worten: „Ich muss dich wieder mal schimpfen. Du hast das xyz nicht gemacht. Dir sind ja schon ein paar Fehler unterlaufen. Woran liegt s denn? Hast du privat Stress? Ist es dir zu viel? Habe ich es schlecht erklärt? Ich sehe auch, dass du z.B Emails anders schreibst, als besprochen. Keine Sorge, dem Chef habe ich davon nix gesagt, aber ich habe keine Kapazitäten, ständig den Kram von anderen mitzumachen. Ich meine das nicht Böse. Persönlich komme ich super mit dir klar.“

Geguckt habe ich wie ein Reh im Scheinwerferlicht.
Ja, die Fehler sind mir unterlaufen.
Ja, ich stehe da gerne dazu.
Ja, es ist nie schön, wenn andere das auffangen müssen.
Alles Dinge, über die man nicht diskutieren muss.

Und dennoch….dennoch schwingt ein aber mit.
Weil es jetzt Fehler waren, die meiner Meinung nach nicht schlimm sind bzw. dich ICH selbst hätte glätten können.

Jedenfalls bin ich dann zum Neu-Chef und habe ihm erklärt, dass das Ding von gestern auf mein Konto ging. Und er dann so gut gelaunt: „Nicht schlimm wir sind ja ein Team. Gibt ne Abmahnung. Schreiben Sie sich die aber bitte selbst.“

Wir reden hier jetzt von Fehlern wie:
– Ordner nicht in Schrank A 1 gestellt, sondern in A 2
– Emails nicht mit „Beste Grüße“ abgezeichnet
– Eine Verteilung nachgeschoben
– erst 2 schriftliche Sachen fertig gemacht und nicht alle 3

Für alles gibt es meinerseits Erklärungen und aber ich weiß, dass rechtfertigen eh immer doof ist. Von daher lasse ich das und sage ja, tut mir Leid, mein Fehler.
Fertig aus.

WAS mich aber stört, ist diese seltsame unterschwellige Art.
Vielleicht sehe ich das ja total falsch und sollte meine Fehler einfach vermeiden und gut ist es.
Dass quasi die Schuld nur bei mir liegt und da gar nichts falsch rüberkommt.

Nur….hmmm…wie sage ich das.
Die Mama-Kollegin ist dort schon ewig und ist mit vielen dort per Du und hat einen guten Stand. Beides ist für mich völlig okay, denke ich nicht darüber nach.
Diese Kollegin hat letztens auch Fehler gemacht. Ich habe die gesehen, nix dazu gesagt (warum auch?!) und sie einfach behoben.

Jetzt kommt aber wieder die Burn Out Kollegin ins Spiel
Sie selbst hat meiner Meinung nach noch nie was verkehrt gemacht, zumindest nicht in meinem Beisein bzw. nichts, was ich hätte glatt ziehen müssen.
Und von ihr kommen dann immer mal wieder so Sätze wie: „Ja…die Mama-Kollegin ist hier ja auch unangreifbar…..“ oder „Ich habe nicht studiert, um hier Mittagessen für den Chef zu bestellen“ oder „Mal sehen, wie lange ich hier noch bleibe, ich habe mir das Arbeiten hier schon ganz anders vorgestellt.“

Um das Bild abzurunden: Ich bin keine Konkurrenz für die Burn Out Kollegin.
Aus vielen vielen Gründen (habe nicht studiert, arbeite dort nur Halbzeit, etc.).
Und ja, sie ist immer freundlich zu mir. Hat mich gut eingelernt. Hat den Laden im Griff.

Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, dass da unterschwellig was ist.
Nur kriege ich es nicht zu Fassen.
Ich weiß nur, was für ein Gefühl in mir zurückbleibt.
Dass ich total doof und für den Job nicht geeignet bin.
Wer weiß, vielleicht ist dem ja auch so und ich müsste mir das schlussendlich einfach nur eingestehen. =((

Bis März geht meine Probezeit und ich schwanke innerlich genauso, wie im letzten Jahr.
Hmpf.

Um auf den Monolog vom Anfang zurückzukommen.
Ich habe der Burn Out Kollegin gesagt, dass sie das ruhig dem Chef sagen kann. Er kann darum wissen, wie sie meine Arbeit sieht.
Schlussendlich bin ich – wie oben auch zu lesen – selbst zu ihm hin.
Weil ich zu den Sachen stehe, die ich „verbocke“.
Keine Ahnung, wie sie das fand.
Danach hat sie mir jedenfalls viel privaten Kram von sich erzählt und der Arbeitstag lief normal weiter.
Bis zum Nachmittag.
Wieder so ein Ding, aus dem ich nicht schlau werde.

Sie spricht mich auf die Weihnachtsfeier an und fragt, wo ich denn dann abgeblieben sei.
Ich sage ihr, dass ich die Kollegin Wildes-Haar kennengelernt hätte, mit ihr dann tanzen war und ich die Kleine ziemlich cool finde.
O-Ton der Burn Out Kollegin: „Ich weiß ja nicht, wie man DIE einstellen konnte. Hast du gesehen, wie die rumläuft? Lauter Piercings und so. Gut, dass ich die nicht näher kenne.“
Holla dachte ich mir da, alles klar. Selbst sichtbare Tattoos tragen, aber über andere vorschnell urteilen?

Weiter ging s dann noch mit einer anderen Situation.
Eine weitere Kollegin kommt ins Büro und bittet mich um Hilfe bei einer Angelegenheit.
Will heißen, ich wurde direkt von dieser Dame angesprochen.
Ich erkläre ihr, dass ich das gerne mit ihr machen würde, sofern ich intern die Freischaltungen – vor allem im System – habe.
Dann mischt sich die Burn Out Kollegin ein: „Du… ich habe das jahrelang gemacht. Ich kann das auch. Das war quasi mein Steckenpferd. Ich habe da dieses und jenes schon gemacht. Ich konnte das früher alles schon blind.“
Die hilfesuchende Kollegin hat dann zwischen uns beiden hin- und hergesehen und meinte dann: „Alles klar. Ich melde mich, sobald ich das geklärt habe und komme dann auf dich zurück Cassandra.“

Ich frage mich eben seit diesem Tag, was das alles soll.
Weil – wie schon erwähnt – eine Konkurrenz bin ich nicht!
Nicht mal im Ansatz und habe ich auch nicht vor zu sein.

Sehe ich die Dinge komplett verkehrt?
Bin ich da eine Mimose und fühle mich nur angegriffen, wo es gar nicht nötig ist?
Oder – und das wäre die charmanteste Antwort – ich bin das Zusammenarbeiten mit vielen Frauen einfach nicht mehr gewohnt?

Wie einen Jahresrückblick 2017 schaffen, wenn mir schon die letzten 6 Wochen schwer fallen?

Ich nutze das kleine Zeitfenster, das ich eben habe.
Weil ich so ein paar Dinge rausschreiben muss.

Weder war die Vorweihnachtszeit still, noch ruhig. Aber das ist ja bekannt.
Den letzten Schubser ins Jahresende gab eigentlich die Weihnachtsfeier beim Global Player.
Dieser Abend war für mich voller heftiger Kontraste und irgendwie hängt mir das immer noch nach.
Weil ich ja gerne bekanntlich auf vielen Hochzeiten tanze.
Fangen wir mal von vorne an.

An diesem Nachmittag hatten die Chefs im alten Büro nicht mehr wirklich so die Laune, was das Arbeiten anging. Sollte mich nicht stören, denn so konnte ich den Physio-Termin vom Hundemädchen wahrnehmen.
Man sollte sich nur nie zu früh freuen….
Kaum im Auto, klingelte das Telefon. Der Trägerverein rief an und bat um Unterstützung.
Und weil ich um das politische Zerren innerhalb dieser Einheit weiß und auch um den Personalmangel, bin ich vor der Weihnachtsfeier zu eben diesen jenen Einsatz gefahren.
Grund war die Evakuierung eines Altenheims nach einem Brand.
An sich nichts Heftiges, keiner wurde verletzt, man sollte nur mit den älteren Menschen kurz zurück in die Wohnung und Sachen holen und sie dann dem Sozialdienst übergeben, zwecks Neuunterbringung.
Klingt simpel.

Nur sitzen da eben Menschen, die in diesen Räumen seit 20 Jahren wohnen und zwei Tage vor Weihnachten mit knapp 90 Jahren ihre vertraute Umgebung verlassen müssen.
Ohne zu wissen, ob sie jemals dorthin zurückkehren können und wirklich nur das Nötigste mitnehmen dürfen.
Während ich Frau Müller-Maier-Schneider betreue und ihre Sachen packe, höre ich mir auch ihre halbe Lebensgeschichte an. Versuche Fragen zu beantworten, versuche auch so etwas wie Trost zu spenden.
Als da meine schweren Stiefel im Löschwasser stehen, bittet mich Frau Müller-Maier-Schneider, ich möge doch noch die Pflanze am Fenster gießen. Das große, grüne Ungeheuer unbekannter Gattung.
Klar hätte ich da diskutieren können ob der Sinnhaftigkeit, aber der Verstand sagt mir, ich solle es lassen.
Und während ich dort in diesen knapp 20 qm (jaaha…so viel bleibt einem am Lebensende übrig) rumturne, drückt sie im Vorbeigehen nochmal meinen Arm.
„Das ist so lieb von Ihnen. Wissen Sie….diese Pflanze dort….die ist mir wichtig. Ich musste doch viel zu früh meinen Mann gehen lassen. Und diese Pflanze ….also die wuchs irgendwann am Grab meines Mannes. Da so an der Seite. Und dann habe ich sie ausgegraben und mitgenommen. So habe ich ihn immer irgendwie bei mir.“
Mit einmal kann ich sie mehr als gut verstehen, wie schwer es ihr fällt, ihre Wohnung zu verlassen.
All die Erinnerungen und Gewohnheiten erstmal aufgeben zu müssen.
Ruhig verabschiede ich mich an der Sammelstation von ihr, ziehe ihr noch den klammen Schal von den Schultern und mache mich abfahrbereit.
Zurück in meinen Alltag.

Zwei Stunden später strecke ich am Empfang des Nobel-Schuppens der Einlasserin mein Handgelenk entgegen. Ein weißes Bändchen wird mir angelegt, damit man ja weiß, dass ich hier in diesem edlen Etablissement Zutritt haben darf.
Die schweren Stiefel habe ich längst gegen hochhackige Schuhe getauscht. Die Wimperntusche sitzt und ob mein Haar jetzt noch nach Rauch riecht oder nicht, ist mir einfach nur noch egal.
Die Riege des Global Players feiert sich an diesem Abend ausgiebig.
Mehr als 100 Menschen umschwirren mich und sind ach so begeistert von der Pizza Margherita mit Trüffel-Scheibchen für 20 Euro.

Tanzen, denke ich mir, tanzen hilft dir jetzt bestimmt.
Voller Hoffnung schlängele ich mich zum DJ durch und bitte ihn um ein paar Titel.
„Du. Sorry. Aber SO ETWAS habe ich nicht. Sonst wäre die Tanzfläche leer“, wackelt er mit seinem Kopf zum Beat und dreht den nächsten Regler für den nächsten Dance-Hit auf.
Entgeistert starre ich ihn an und möchte ihm die Pizza auf sein DJ Pult kotzen.
„Du. Sorry. Aber die Firma hat den Raum hier gemietet. Die laufen nicht davon, nur wenn mal EIN anderer Song läuft!“
Ich sehe s an seinem Blick, gerne würde er mich loswerden wollen, aber dann läuft mein Neu-Chef vorbei; eben genau einer der Menschen, der den DJ an diesem Abend bezahlt.
„Cheffchen….hier…der nette junge Mann lehnt meinen Musik Geschmack ab. Sie würden doch sicherlich auch etwas rockigeres hören wollen, oder?“
Der Neu-Chef ist zum einen schon ziemlich betrunken und zum anderen ziemlich feierwütig und stimmt mir zu.
Der DJ ringt mit sich und irgendwann kommt ein: „Ich habe nur Dolly Parton und Michael Jackson. Mehr rockigere Sachen habe ich halt echt nicht!“
Nicht, dass wir im Land von verfügbarer Technik und Streaming Diensten leben würden…nein nein…. aber mir ist klar, dieser Mann und ich….das werden keine Freunde mehr.
Tatsache ist aber, er spielt die beiden Songs und Tatsache ist auch, die Tanzfläche bleibt gefüllt, die Riege mag s sehr.

Mir reicht es vorerst und ich mache mich mit meiner neu erworbenen – normalen – Kollegin raus an die frische Luft.
So sehr ich die Gespräche mit ihr auch genieße, denke ich, ich sollte einfach heimgehen. Aber kaum ist der Gedanke fest in meinem Hirn verankert, werde ich einen Small-Talk mit einem Kunden gezogen.
Ich lächle, ich nicke und ich stelle hübsche 0815 Fragen. Bis ihn, diesen Kunden, jemand auf seine Schuhe anspricht. So glänzende, MEGA Schuhe, die gerade TOTAL IN sind, verstehste…..
Das scheint ihm als Einladung zu dienen, sich selbst zu beweihräuchern.
Sich selbst in seinem kleinen Start-Up-App Dasein zu feiern und sich hofieren zu lassen.
Weil…jetzt hat er Kohle…verstehste…jetzt kann er feiern und die Frauen nur ficken, wenn sie hübsch aussehen…verstehste…aber bitte nicht falsch abgreifen, er ist auch voll sozial eingestellt…verstehste….er spendet schließlich voll viel Kohle für soziale Projekte …
Ich atme oft und tief ein und bin so klug, lieber zu gehen, bevor ich eskaliere.
Cassandra denke ich mir, es ist kein Kunde aus deinem Dezernat und vor allem einer, der in 12 Monaten wieder pleite sein wird. Lass es einfach…
So tapse ich zurück, Richtung Tanzfläche und irgendwann, nachdem ich den Neu-Chef (fälschlicherweise) sicher wäge, der Weißwein gut seine Wirkung tut, geht s gegen 3 Uhr morgens nach Hause.

Der nächste Arbeitstag kommt böse früh und lange bin ich beim Global Player die einzige auf den langen, weiten Fluren.
Gegen Mittag kommt der Neu-Chef in Begleitung seines Katers und beschließt, dass ein früher Feierabend ein guter Feierabend ist.
Derweil ich den letzten großen Batzen wegarbeite versuche ich, die wenig positiven Sachen aus dem letzten Abend zu sortieren und für mich mitzunehmen.
Die neu gewonnene – normale – Kollegin; der Angestellte mit Herz und Verstand („Ekelhaft. So viel Geld für eine solche Pizza ausgeben. Eine Bratwurst auf dem Weihnachtsmarkt wäre mir lieber!“); der Neu-Chef der sagt, wir müssen Anfang des Jahres reden und es sei nichts Schlimmes, im Gegenteil; das nahende Pärchen-Wochenende.

Ja, das hilft ungemein. Baut mich an diesem Tag auf und lässt mich ohne Grau im Kopf das Büro irgendwann verlassen.

Das darauffolgende Weihnachten und Silvester werden weit weit weg außerhalb der Dorfstadt gefeiert. Dazu später nochmal mehr.

Kaum ist der Kalender auf 2018 gedreht, die Erkenntnis und der Jahresrückblick für 2017 abgeschlossen, drehen sich die Mühlen langsam weiter.
Der Neu-Chef stellt mir gut gelaunt eine Flasche Champagner auf den Tisch und erwähnt nochmal, dass wir uns dringend über meine Probezeit unterhalten müssen, bevor die neuen Aufträge auf dem Tisch landen.
„Ach ja…Frau Cassandra? Sie haben doch an der Weihnachtsfeier den Kunden vom XYZ kennengelernt, oder? Wir betreuen den jetzt mit, da kommt demnächst was rein. Nur schon mal als Info.“
In diesem kurzen Moment muss mir mein Gesicht entgleist sein. Denn kurze Zeit später kommt der Neu-Chef nochmal zu mir und erklärt mir, dass er bezüglich der Probezeit keine Kündigung im Sinn hat.
Innerlich überlege ich seitdem, ob ich diesem glänzendenturnschuhtragenden Menschen auf eben selbige kotzen darf, wenn ich dann nicht mehr in der Probezeit bin.

Oder ob ich vielleicht nicht irgendwann genauso wie diese Riege werde.
Herzlos, auf Firlefanz bedacht und völlig realitätsfremd.
Dieser Job ist etwas für den Geld-Säckel, aber nicht für s Herz.

Und ich weiß nicht, ob ich nicht genau deswegen daran scheitern werde.

Stille Zeit

Langsam, aber sicher spiele ich mich hier auf der Plattform ein.

Ansonsten ist alles wie immer. Die „stille Zeit“ war hier ganz und gar nicht still.

Die Tage zwischen den ganzen Feiertagen weder frei, noch ruhig.

Von daher….mit etwas Geduld geht s hier sicherlich auch bald weiter.

Weil ohne…ohne geht halt einfach irgendwie gar nicht.