Die weiße Pracht – die weiße Last

So viel habe ich zu berichten und komme doch nicht dazu.

Der neue Job läuft gut an. So anders als gedacht. In allen Bereichen.

Aber dazu ein andern mal.

Mit fiel heute etwas auf, was sich eigentlich sehr seltsam anhört.

2006 habe ich beim letzten krassen Schneefall die WG Party und ihre Geschichten abgespeichert. Unter anderem die, dass die Kölner 14 Stunden heim gebraucht haben. O_o

Weit weg geschoben habe ich, dass 2006 die Eishalle in Bad Reichenhall eingestürzt ist.

2006 war die Vereinsarbeit noch weit weit weg.

2019 ist das schon wieder eine andere Sache.

Aus 2006 kenne ich die Geschichten der Staffel, die mir immer noch eine Gänsehaut beschert.

So meinte die Teuerste, dass sie nie vergessen wird, wie ihr damaliger Hund angezeigt hat. Alles sei ihr so still vorgekommen, so unwirklich.

Und dann sei da das Bellen ihres Hundes gewesen.

Ein Bellen in einer anderen Tonlage. Ein unruhiges Verhalten, das klar werden ließ, dass er keinen Lebenfund anzeigte.

Derweil der Schnee fiel und fiel.

Oder auch der Ex Staffler.

Er meinte, dass er die Hektik nie vergessen wird, als ein Bottich der für Tee vorgesehen war, abgezogen wurde, um ein Kind mit dem warmen Wasser von der Eisfläche zu lösen.

Das sind kurze Bilder die 2019 aufblitzen, seit am Donnerstag der erste Alarm einging.

In der Dorfstadt musste der Regelrettungsdienst unterstütz werden.

Seit Freitag stehen wir rufbereit im Hintergrund.

Innerhalb aller Staffeln wurden bereits die trümmerfähigen Hunde „on hold“ gesetzt.

Man hat aus 2006 viel gelernt.

Jeder sieht, wie Dächer in den betroffenen Gebieten geräumt werden; wie die Bundeswehr, THW und Feuerwehr unablässig im Einsatz sind.

Jeder denkt sich nichts dabei, wenn Gebiete evakuiert oder gar komplett gesperrt werden.

Aber 2006 hat den zuständigen Stellen eine schmerzhafte Lehre erteilt.

Lieber einmal zu früh warnen, als zu spät.

Daran denke ich 2019, wenn sich Fahrgäste am Morgen beim Busfahrer beschweren, weil dieser bei diesem Wetter 5 Minuten zu spät kommt.

Daran denke ich auch, wenn ich mehrfach in der Woche unser Auto freischippe und den Weg in die Wohnung gleich dazu, weil der Hausmeister nicht mehr hinterher kommt.

Und daran denke ich auch, wenn der Schnee hier doch ein bisschen höher liegt als sonst.

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never a failure always a lesson

Fast ist es geschafft.

Dieses langwierige und so ganz anders gedachte Jahr 2018.

Meine letzten Tage beim Global Player waren wie zu erwarten.

Kein Herz.

Kein Anstand.

Kein Wehmut, als ich meinen Schlüssel abgegeben habe.

Ich sehe diese Zeit nicht als Scheitern an, sondern als Zwischenschritt.

Ein notwendiges Übel, welches mich hoffentlich weiter bringen wird.

So ein Jahresrückblick ist ja immer schön und gut. Dennoch neige ich mehr dazu, in die Zukunft zu blicken.

Nein, keine Vorsätze.

Vielmehr Wünsche.

2019 möchte ich meine Fortbildung sauber abschließen.

2019 möchte ich im neuen Job ankommen; bei mir ankommen.

2019 sollte ich mich mit meiner Tante mal an einen Tisch setzen, um ein paar Familien Sachen zu klären.

2019 möchte ich mein Selbstvertrauen auf ein gesundes Level bringen.

2019 sollte ich die Wette gegen den Schokobär gewinnen.

Ein ziemlicher Packen also.

Aber 2018 war das auch.

In vielen vielen Bereichen.

Manche so heftig, dass ich an manchen Tagen gerne einfach im Bett liegen geblieben wäre.

So ein Stadium will ich nicht mehr erleben .

Ergo…. den Blick nach vorne richten.

Zum Kräfte sammeln nutze ich die letzten Tage in diesem Jahr.

Weihnachten selbst war SO anders, aber genau deswegen einfach gut!

Kein Zwang. Kein Knatsch.

Alles ging, nichts musste.

Dieses Motto wird eben kurz vor Silvester ebenfalls umgesetzt.

Wir weilen an der Ostsee.

Lassen uns durch den Tag treiben.

Manchen das, was gefällt.

Kommen an.

Bei uns selbst.

Am Jahresende.

Aussichten

Ich habe schon vor einer Weile festgestellt, dass ich etwas Grundlegendes die letzten Jahre nicht mehr gemacht habe.

Nämlich auf mein Baugefühl gehört.

Das fing bei Kleinigkeiten an und ging hin bis zum Probezeitgespräch beim Global Player.

Warum ich nicht darauf gehört habe?

Eigentlich immer nur deshalb, weil in meinem Kopf der Satz schwirrte: „Du musst….

Aber das war … schädlich für mich.

Nicht verkehrt, aber schädlich.

Ich habe meine Lehren daraus gezogen, keine Frage.

 

Je näher der Dezember rückte, desto mehr drehte sich das Gedankenkarussell um einen neuen Job.

Jetzt ist es ja so, dass man hier in Dorfstadt immer irgendetwas findet.

Auch habe ich Vitamine B, die schon vorab für eine Vermittlung sorgten, aber mein Bauchgefühl sagte, nein….nein mach das nicht.

Eine Stelle hatte ich gesehen und schrieb sie verspätet an. Tja, war mein Pech, da ich einfach zu langsam war.

Der innere Druck stieg und auch das Gefühl, nicht in den alten Job zurückzuwollen.

Mein Glück war und ist immer noch, dass ich das Alt-Büro habe. Mein Auffangnetz.

 

Tja und dann….dann kurz bevor ich berufsbezogene Bewerbungen hätte schreiben müssen, fiel mir eine Anzeige in die Hände.

Zeitlich perfekt.

Örtlich perfekt.

Für meine neue berufliche Ausrichtung perfekt.

 

Und diesmal bin ich damit zuerst zu meinen Alt-Chefs gegangen.

Habe sie mit ins Boot geholt, anders als vor über einem Jahr beim Global Player.

Wir hatten und haben von jeher ein gutes Vertrauensverhältnis und nach ihrem Go, klickte ich auf Senden.

 

Tja und was dann folgte war…..anders.

Meine bisherigen – zugegeben – wenigen Gespräche waren eher immer so: Hinkommen – Plaudern – Zack Vertrag.

 

Beim neuen Job war es die alte Schule.

Spontan am PC was zeigen.

Spontan ein Gespräch auf Englisch führen.

Spontan auf Fragen wie: „Wer kennt Sie am besten und was würde derjenige über Sie sagen?“ antworten.

Also richtig richtig einmal quer durch die Bewerbungsgesprächschiene.

Raus bin ich mit dem Gefühl, dass die mich eh nicht haben wollen.

ABER ich DIE.

Und obwohl ich mich geistig schon nahe am Abschied sah, kam doch die Zusage für ein Zweitgespräch.

Und auch das….huuui…. schlug bisher alles Dagewesene.

Das komplette Team saß mit am Tisch und nahm mich ins Kreuzverhör.

Mein Lebenslauf wurde rauf und runter durchgesprochen.

Alles, was man zerpflücken konnte, wurde komplett auseinander genommen.

Nach 40 Minuten war ich platt. Geistig einfach durch und bin wieder mit dem Gefühl raus, ich habe total verkackt, die wollen mich nicht.

Am Freitag kam dann der versprochene Anruf und….die Zusage!

 

Klar kann ich mich auch hier irren und ich weiß auch, dass ich das, was ich mit meinen Alt-Chefs habe, nie wieder im Leben bekomme.

Auch ist diese Stelle auf „nur“ 15 Monate befristet und ich bin eine Elternzeitvertretung. Quereinsteiger.

Verdiene die nächsten 15 Monate viel viel weniger als beim Global Player, da Tarifvertrag.

 

Nur…hm…wie sage ich das.

Diese 15 Monate werden meine Ausbildung zur meiner Fortbildung.

Das passt so gut, das wird sich ergänzen.

Dort in diesem Team ist keiner unter 5 Jahren mit dabei und so etwas spricht für eine Firma.

Einschub: beim Global Player sind wir derzeit 130 Leute am Standort – Kündigungen 2018: 20 Stück.

Bei dieser neuen Firma im Erstgespräch gab es zwei ausschlaggebende Momente. Einer davon war, wie gut sich die beiden Chefs nonverbal ergänzt haben. Der andere war, dass ich das Gefühl hatte, dass der Leiter ein guter Mentor ist.

Beim Zweitgespräch war der Aha-Moment, dass das Team lachend und gut gelaunt am Tisch Platz nahm.

Und kein Scheiss, auch ein Lachen hört man beim Global Player selten…..

 

Immer noch kann ich es nicht fassen, dass die neue Firma so einen Aufwand betrieben hat. Für eine befristete Stelle, für einen Quereinsteiger.

Aber nun gut. Ich bin sehr gespannt wie es wird und auch, ob mein Bauchgefühl mein richtiger Wegweiser war.

Es bleibt spannend.

Die Aussichten sind gut.

2019 kann kommen, ich bin bereit.

 

 

P.S.

Ja schon skurril das Ganze. Mir durchaus bewusst.

Tatsächlich nur zwei Bewerbungen geschrieben und mit einer gleich den Treffer gelandet. Das klingt zu schön, um wahr zu sein.

„Wenn ich schweige, ist es in meinem Kopf unfassbar laut.“ – Karina‏ @NordwindK

Seit dem Wochenende ist mir klar, was mir wirklich fehlt.

Routine.

Ich kriege sie einfach nicht wieder rein.

Der Kopf denkt zu viel.

 

 

Eigentlich sollte ich mich überall bewerben.

Habe bis jetzt 2 Sachen rausgeschickt.

Ein Vorstellungsgespräch findet Übermorgen statt.

Das andere Angebot hat sich so gedreht, dass ich es nicht mehr annehmen kann.

 

Denn….tada….mein Alt-Büro wird ab 2019 weiter zurückfahren.

Heißt aber für mich, dass es mit einem Teilzeitjob nicht mehr getan ist.

Entweder ganz kündigen.

Oder quasi einen „dritten“ annehmen.

Oder im zweiten so viel verdienen, dass es die Reduzierung auffängt.

 

 

Für meinen Geschmack zu viel „oder“.

Ich hätte gerne wieder eine Richtung, einen Fokus.

Und so richtig aufraffen, dass ich weitere Bewerbungen schreibe, kann ich mich derzeit nicht.

Und das….das ist so dumm von mir.

 

 

Stattdessen kostet es mich derzeit unheimlich viel Energie, die so krassen Verhaltensweisen beim Global Player durchzustehen.

Die Spanierin muss derzeit so miesen Kram einstecken, dass einem nur schlecht werden kann.

Am 31.12.2018 werde ich mein Glas erheben und so froh sein, diesen Laden hinter mir zu lassen.

Ich hoffe bis dahin, dass die alle in sich implodieren. Ehrlich!

 

 

Was für mich tatsächlich eine kleine Auszeit am Wochenende war, kam aus einer ganz anderen Ecke.

Ich durfte spontan eine Führungssimulation beim Trägerverein begleiten und dort erwachsene Männer durch die Gegend scheuchen. *grins*

Ich habe nur unterstützt und wenig gemacht, aber allein das „Seiten wechseln“ hat mir so gut getan und daraus habe ich viel mitgenommen und gezogen.

Ja, ohne Scheiß. Ich mag die Arbeit im Ehrenamt und das werde ich wohl nie ganz ablegen.

Was aber danach kam, beschäftigt mich immer noch arg.

Ich war mit dem TTler und noch einem aus der Riege dort vor Ort.

Auf der Heimfahrt hat dann der TTler seine Idee nochmal angesprochen. Dass ich deren Back-Office unterstützen soll, wenn es hart auf hart kommt.

Ich habe ihm – mal wieder – erklärt, warum ich  mich nicht sooo sonderlich dafür geeignet halte.

Und dann…dann fiel da ein Satz seinerseits, der mich seitdem nicht los lässt.

„Warum bist du nur so voller Selbstzweifel?“

Tja, gute Frage.

Warum schaukle ich die „Eier“ nicht genauso heftig, wie die anderen Brüllaffen aus dieser Riege, die möglicherweise weit weniger Ansehen genießen?

 

Nachgelegt hat er mit einer weiteren Aussage: „Ich habe dich bei der Prüfung beobachtet. Du kannst führen und delegieren. Du hast Anweisungen gegeben und deine Leute haben mit einem Lächeln (!) alles ausgeführt. Wer kann das schon von sich behaupten, hm? Und als du bei mir mitgefahren bist, hast du Kompetenz bewiesen. Du warst dir in einer medizinischen Sache unsicher und hast dich rückversichert und es überprüfen lassen. Schaue mich nicht so an, denn auch DAS ist Kompetenz. Fehler und Schwächen erkennen und nicht darüber gehen, sondern Abhilfe schaffen!“

 

Ihm ist das nicht bewusst, aber er hat damit tatsächlich einen wunden Punkt getroffen.

Warum traue ich mir selbst am wenigsten zu?

Ich habe nach außen hin Selbstbewusst sein, pushe andere und absolviere all meinen Kram.

Nur derweil hockt eine kleine Stimme in meinem Kopf und hinterfragt immer alles.

 

Vielleicht schlägt da die Prägung aus vergangen Tagen doch mehr durch, als ich je wahrhaben wollte.

Unser Pfarrer meinte nach unserem letzten Gespräch – auf den Job bezogen – dass es Zeit wird, dass ich mich eine Schlange häute.

Altes, verdorrtes Gewebe abstreifen.

Wachsen und entwickeln.

Vielleicht…..vielleicht sogar über mich selbst hinaus.

 

 

//

 

 

cadillac three

Cadillacin

 

 

It’s about style
It’s about cool
Long haired trucker caps and country roots
Yeah it’s a feeling that you get
From suicide doors and Johnny Cash, yeah

It’s about real
It’s about smoove
That flat black and them speakers boom
It’s slow
It’s fast
If you’re gonna roll, roll in a Cadillac

on the mirror
Cooler in the back full of beer
Radio bumping a little bits something that sounds like cheap sunglasses
Catching every girls eye
As we roll on by
Horns on the hood looking damn good
Cadillacin‘

It’s about four rings of fire
Them white wall spinning, smoking tires
It’s about giving her a ride
She got a thumb in the air, yeah she knows what I got
She wants to slide right in my TC-3
On a Saturday night in them leather seats
Heads bopping…

on the mirror
Cooler in the back full of beer
Radio bumping a little bits something that sounds like cheap sunglasses
Catching every girls eye
As we roll on by
Horns on the hood looking damn good
Cadillacin‘

on the mirror
Cooler in the back full of beer
Radio bumping a little bits something that sounds like cheap sunglasses
Catching every girls eye
As we roll on by
Horns on the hood looking damn good
Cadillacin‘
Cadillacin‘

Songwriter: Jaren Johnst

 

 

 

 

 

 

Was wäre wenn….

Letztens fuhren meine Frau und ich im Auto nach Hause.

Sie erzählte von der Wahl in Brasilien.

Der neue „Machthaber“ ist ein Rechtspopulist und das gibt die neue Richtung dort im Land nun krass vor.

 

Sie spann den Gedanken weiter.

Was wäre, wenn hier – bei uns – so etwas geschehen würde. Wenn „so jemand“ an die Macht käme, wenn die AfD weiter und weiter aufsteigt.

Was wäre wenn sich 1933 wiederholen würde?

Was würde das mit uns machen?

 

Klares Statement ihrerseits: wir würden gehen.

Auswandern in ein Land, dass dahingehend noch tolerant wäre und ja, alles und jeden hinter sich lassen.

Allein der Gedanke, dass sich 1933 wiederholen könnte, jagt mir eine Gänsehaut über den Rücken.

 

Vor 10 Jahren ….wirklich…. da war dieses Denken so weit weg.

Da hatte ich das Gefühl, die „Gesellschaft“ würde sich entwickeln. Verständnis und Toleranz würden wachsen.

Und jetzt? Sind wir von all dem weit weit entfernt.

Das ist bitter, so unglaublich bitter.

 

Diesen „was wäre wenn“ – Gedanken nehme ich seit diesem Gespräch mit.

Meine Frau meinte auch noch, dass das auf so vieles im Leben zutrifft.

 

Was wäre wenn….

 

man im Leben eine andere Abzweigung genommen hätte?

man alles vorher geplant hätte und mal nichts spontan gemacht hätte?

man mal nicht mutig gewesen wäre?

 

Für sie und mich würde dann gelten, dass wir uns nie getroffen hätten.

Sie wäre nie in die Dorfstadt gezogen und ich hätte mich vielleicht doch in das erzogene Korsett quetschen lassen und würde jetzt über die Hackschnitzelheizung beim Hausbau mit den Schwiegereltern diskutieren.

Ein Gedankenspiel, welches mich arg erschreckt.

 

Und nun?

 

Nun kann man das auch auf die Zukunft umlegen.

 

Was wäre wenn…..

 

ich dank meiner Spontan-Kündigung einen Job finde, der mich glücklich macht?

 

Dann….dann würde ich mich nicht dagegen wehren.   ;-))

 

//

 

Herbst Ohrwurm

 

 

monster truck

young city hearts

 

 

 

 

Lebenszeichen

 

Derzeit bin ich wohl eher passive Nutzerin hier, als alles andere.

Selbst Passwörter für private Einträge nachzufragen schaffe ich nicht….

 

Die Tagestaktung ist im Moment einfach…..anders.

 

An drei Tagen komme ich nicht vor 20 Uhr heim, tendenziell sogar später.

Dann doch hin und wieder Staffel, wo keine mehr sein sollte und  … puff…. Ist von der Woche kaum noch ein freier Tag übrig.

 

Und wenn er frei ist, dann fließt die Energie in sehr spontan auftretende, zeit- und energieraubende Dinge.

Beim Global Player hatte ich mein Zwischenzeugnis angefordert und der Inhalt war so….widersprüchlich. Ich war da teilweise echt überrascht / geschockt. Ergo das Teil prüfen lassen und dann damit zum Neu-Chef.

Und er war, wie immer. Völlig … naja…. lebensfremd.

Mit ihm verstehe ich mich nach wie vor echt gut, deswegen war das Gespräch auch echt entspannt.

Ich habe ihm die Punkte, die mich stören aufgezeigt und erklärt und er hat  – ohne Witz – SOFORT jeden Punkt nach meinen Wünschen abgeändert.

Neu-Chef: „Das tut mir leid. Ich habe das Zeugnis nicht geschrieben und anscheinend auch nicht gelesen. Sie wissen ja, wie das bei mir ist…. Tausend Sachen gleichzeitig….. Ich wollte Ihnen doch ein gutes Zeugnis ausstellen; ist es das nicht geworden??“

Cassasdra: „Nein….nein…. da und da und hier und dort…. Das ergibt kein „gut“.

Neu-Chef: „Das tut mir aufrichtig leid. Bleiben Sie sitzen, wir ändern das gleich ab. Habe ich Ihnen erzählt, wie das mit mir ist? Dass ich Dinge nicht sehe? Wie letztes Jahr bei meiner Frau. Ich habe 5 Tage lang nicht gesehen, dass sie schon den Weihnachtsbaum aufgestellt und geschmückt hatte. „

Cassandra: „Kein Thema. Deswegen hatte ich Ihnen geschrieben, damit wir das besprechen und ändern. Und? Wie kamen Sie dem Ehefrieden wieder näher?“

Neu-Chef: „Gar nicht. Meine Frau kennt mich ja schon jahrelang. Ich hoffe, sie hat sich mittlerweile damit abgefunden, dass ich bin wie ich bin…..“

 

Und dann hatte ich keine 5 Minuten später mein neues – gutes ! – Zeugnis in der Hand.

Tja….stimmt schon…. Er ist wie er ist… und genau deswegen so völlig fehlbesetzt als Personaler. Er sieht Dinge einfach nicht, er nimmt sie nicht wahr und sein Fokus liegt bei völlig anderen Dingen. Aber mit all dem….macht er es einfach nicht besser….

 

Wie auch immer. Nachdem das endlich geklärt war, bin ich nun eben in der Bewerbungsphase. Ich gucke mich um, ich schreibe ein paar an und mal sehen, wo ich in 8 Wochen dann stehen werde.

 

Was auch wirklich viel Kraft „frisst“ ist die Fortbildung. Ich komme mir dort derzeit nur wie ein Konsument vor. Ich konsumiere Wissen, neue Sichtweisen, Arbeitsabläufe etc. Aber … und das ist das arge…..verarbeiten, sacken lassen kann ich es noch nicht. Dafür bräuchte ich das Nacharbeiten und dazu komme ich derzeit einfach noch nicht.

Dennoch…einen kleinen Lernplan habe ich mir schon erstellt. Die Staffel-Abstinenz muss ja genutzt werden.

 

 

Was diese Woche etwas mehr traf bzw. auch einfach „Zeit“ gekostet hat, war die Nachricht, dass meine Ex-Schwiegermutter verstorben ist.

Mit meiner Ex-Freundin habe ich ja keinen Kontakt mehr, dafür blieb aber ja ihre Familie an mir kleben. Und eben diese – allen voran die kleine Wunschnichte – brauchte da jemanden zum Reden.

Als kleinen Trostspender habe ich in den letzten Tagen dann  noch eine Trauerkerze auf den Weg gebracht, mal sehen, ob diese Geste okay ist oder meiner Ex-Freundin quer liegen wird.

Aber für mich war s vom Bauchgefühl her die bessere Alternative. Die kleine Wunschnichte hätte mich nämlich lieber bei der Beerdigung mit dabei und das finde ich irgendwie zu viel.

 

 

Tja und weil Global Player eben Global Player ist, ging es kurz vorm Wochenende dort auch hoch her. Zwar ohne meine Anwesenheit, aber so arg, dass mich die Spanierin nach Büroschluss anrief und sich auch nochmal richtig auskotzte.

Mal sehen, wie lange sie dort noch bleibt. Ich schätze 6 Monate…..

Jedenfalls war der Berg an Arbeit abartig am Freitag und ich mehr als froh, diese Woche dann endlich abschließen zu können.

 

Das habe ich gemacht. Die Seuche ist ja immer noch hin und wieder spürbar und so war der erste, ekelhafte Herbsttag ein reiner Couchtag. Sogar das Hundemädchen bevorzugte Kuscheln und Schlafen.

 

 

Zwei Dinge habe ich allerdings noch.

Wir haben es nach Monaten mal wieder ins Kino geschafft.

„Abgeschnitten“ lief und Leute…puuuh…. ich fand ihn nicht nur gut umgesetzt, sondern auch teilweise sehr sehr schaurig. Danach hätte ich gerne einen Disney Film inklusive Kuscheltier gehabt….

 

 

Und mein Lacher in den letzten Tagen war, wie wirr meine Träume geworden sind.

Ich sagte ja, derzeit bin ich eher Konsument. So auch hier.

Ich konsumiere eure Einträge derzeit nur.

Darunter fiel der wohl vom Herrn Kollegen Hyper.

Ja und eben dieser, war der „Mann meiner Träume“   ;-))

Wir saßen in seinem Auto und fuhren lediglich durch die Gegend und eben auf dieser Fahrt erzählte er quasi seinen Eintrag nach.

Solange, bis wir in irgendeiner Küche saßen und er kochte (und prompt die Nudeln anbrannten).

Für mich witzig ist das, weil in diesen einem Traum tatsächlich sehr viele erlebte und völlig belanglose Dinge mit eingeflossen sind.

Herbst Sonne

Was für ein gigantischer goldener Herbst.

Ich, die ja nie ein Sommerkind war, genieße das sehr.

Das Hundemädchen im Übrigen auch, vor allem, wenn das ein oder andere Eichhörnchen an ihr vorbei flitzt….

Da wird sogar sie wieder zum Junghund *hust*

 

Die lange Schreibpause der letzten Tage / Wochen ist so vielen Dingen geschuldet.

Kaum aus dem Urlaub raus ging es wieder hübsch turbulent zu.

 

Die Fortbildung geht mittlerweile auch schon in die zweite Woche und die Themen haben es in sich.

Die Teilnehmer und Dozenten dort sind jedenfalls extrem unterschiedlich. Aktuell sind wir mit 21 Leuten gestartet und ich finde es ziemlich groß und manchmal auch unruhig. Gerne könnte sich das etwas dezimieren.

Mir war klar, dass es nicht nur ein Absitzen der Stunden wird.

Ich werde am Wochenende da einiges nach- bzw. vorarbeiten müssen.

 

 

Das gedenke ich auch zu tun, sobald der herbstliche Staffel-Prüfungsstress rum ist.

Der holte mich nämlich am Wochenende arg ein und auch, wenn ich nicht mehr aktiv bin, so entkommt man dem ganzen dann dennoch nicht.

Hinzu kommt, dass meine Frau eine böse Erkältung hat und dementsprechend Unterstützung nötig hatte.

 

Die Prüfung selbst hat eine gute Quote geliefert.

Schön war, dass sich andere Teilbereiche am Wochenende unsere Arbeit angesehen haben und begeistert sind. Das tut gut.

Aus dem eigenen Schuhkarton kommen und so….

Da sind es Momente, wo ich doch wieder gerne mitmischen würde. So ein paar Dinge anstoßen und voran bringen.

Aber ich brauche den Spar-Modus, die Auszeit.

Allerdings hat man am Wochenende wieder gesehen, wie gut die Teuerste und ich im Team funktionieren. Das war irgendwie strange und lustig zu gleich…..

Bester Dialog:

„Wir müssen damit aufhören!“

„Ich weiß! Es ist schlimm. Aber was soll man machen? Wir können s halt einfach!“

 

 

Ansonsten erlebe ich immer noch ziemlich unglaubliche Sachen beim Global Player. Unter anderem eine aus dem Team die folgendes fordert:

„Ich wil, dass sich alle aus dem Dezernat gegen die Grippe impfen lassen! So schnell wie möglich! Die Frau vom Chef kann das ja machen. Sie kann dann einfach im Büro vorbeikommen. Schließlich hustet schon das halbe Stockwerk!“

Hach es ist so hübsch! Ehrlich.

Ich bin nämlich jemand, der per se auf stur schaltet, wenn man mir sagt, dass ich „etwas tun muss“.

Und auch, wenn man mir irgendjemanden vor die Nase setzt und ich das stillschweigend hinnehmen soll.

Mir ist klar, dass diese Frau alles, aber nicht das Recht dazu hat und ich freue mich auf den Zeitpunkt, wo die das von Angesicht zu Angesicht von mir einfordert.

Ich grinse bei der Vorstellung schon sehr!  3:- )

 

 

Dass die letzten Wochen unter Zeitmangel litten merke ich auch daran, dass ich aktuell die bei uns weilenden Gäste (Gänseblümchen + Freund) genau gestern Abend gesehen habe. Nämlich beim Essen.

Sie sind das ganze Wochenende da und man sieht sich für ein paar Stunden.

Das ist schon irgendwie uncool.

Genug über das Zeit Management gejammert. Weil…. Weil es dennoch andere, wichtigere Dinge im Leben gibt, als Jammern.

 

 

Heute Morgen hat mich eine alte Freundin aus der Heimat angeschrieben.

Sie hat dem Kreis der alten Schulfreundinnen mitgeteilt, dass ihre Mama urplötzlich und überraschend gestern verstorben ist. Quasi umgefallen und tot.

Und ja, mittlerweile sind wir wohl in dem Alter angekommen, dass man nicht nur von Hochzeiten und Kinderkriegen umgeben ist, sondern eben auch von Verlusten.

Da habe ich gemerkt, dass sich das Rad der Zeit doch schneller weiter dreht, als man es wahrhaben will.