Büro-Geschichten

Haben wir derzeit wieder Vollmond oder so?

Ich glaube nämlich, dass hier irgendwas mit der Bestrahlung verrutscht ist oder so.

Ich biete mal wieder ein paar kleine, unterhaltsame Geschichten….

 

Nummer 1:

Alt-Chef bittet mich, für ihn einen Friseur-Termin zu vereinbaren und seinen Folgetermin für eine Behandlung abzusagen.

Ganz typisch er mit folgender Begründung und nicht, weil er zwei Termine so kurz hintereinander einfach nicht mehr packt:

Frau Cassandra…. Sie sollen schließlich die Erste sein, die mich mit neuer Frisur sieht!“

Ähm … ja…. alles klar.

 

 

Nummer 2:

Alt-Chefin ist dabei, ihr Haus zu vermieten. Dafür gibt es eine Dropbox mit diversen Unterlagen, u.a. auch sehr sehr vielen Fotos. Wir sprechen hier von knapp 600 Stück.

Die Dropbox hat sie für eine Freundin freigeschaltet und diese sollte Fotos für die Vermietungsanzeige raussuchen.

Ich hatte gestern dann die ehrenvolle Aufgabe, diese ausgewählten Fotos für das Inserat rauszusuchen und zu speichern / fertig zu machen.

Tja jetzt denkt man, ach kein Thema…. So den Dropbox lässt sich ja leicht bedienen. Foto angucken, Foto runterladen oder direkten Link davon verschicken. Oder sich einfach die Zahl notieren und dann durchgeben ala Foto 3 von 344 aus Ordner Nummer 4.

Mhm. Denkt man….

Die Freundin hat das eeeeeetwas anders gemacht.

Sich die Fotos auf dem Tablet angesehen und dann mit dem Handy davon ein Foto gemacht und mir wiederum dieses Foto geschickt.

Nein, kein Screenshot oder so. Sondern das Foto vom Foto.

Und ja, ich dufte dann knapp 600 fucking Fotos durchklicken, damit ich die 12 ausgewählten finde.

Montagmorgen, noch nicht mal 9 Uhr und dann so ne Schote.

Ey…ich dachte echt, ich falle vom Stuhl.   O___o

Als ich das gestern Abend meiner Frau erzählt habe, war sie dem Lach-Erstickungsanfall nahe.

 

 

Nummer 3

Beim Global Player steht nächste Woche ein Termin an. Eine aus dem Team sollte den vorbereiten und hat jetzt, eine Woche davor, festgestellt, dass sie dazu einen Notar braucht.

Meine hochtrabende Aufgabe gestern war dann, 2 Stunden lang Notare abzutelefonieren, ob sie spontan für ein paar Stunden Zeit hätten für diesen Termin.

Tja nun. Knapp 3 Seiten an Nummern und eben zwei Stunden später war ich tatsächlich erfolgreich.

Ich habe einen Kerl aufgetan, der für uns seine Termine geschoben hätte, um am Montag teilzunehmen.

Doof nur, dass er etwas unerfahren ist und auch nicht sooo kompetent wirkt. Wäre aber egal, weil er eigentlich nur dabei sitzen sollte, mehr nicht.

Was sagt dann diese eine Frau (Ironlady) aus dem Team?

„Haben Sie nicht noch eine Alternative Frau Cassandra?“

Klaaaaaaaaaaar! Nach fucking zwei Stunden schlage ich den vor, der am wenigsten Ahnung hat, weil ich ja soooo viel Auswahl habe.

HALLO?!

Ich hätte mir so gerne den Kugelschreiber in den Frontallappen gerammt, echt jetzt.

 

 

Nummer 4

Ich warte seit Ende August auf ein Bücherpaket und habe jetzt mal nachgefragt, wo es bleibt.

Nicht, dass ich ungeduldig bin oder so….

Man teilte mir mit, man hätte dieses Paket ohne Sendungsnachweis verschickt und wisse nicht, wo es sich derzeit befinde.

Warum? Wie kommt man drauf, das so zu machen?

Ich versteh s einfach nicht.

Ersatzlieferung ist aufgrund Wartezeit erst ab Ende September möglich.

Hach. Nur Bekloppte hier.

 

 

Nummer 5

Die Spanierin hatte gestern ein Gespräch mit dem Neu-Chef.

Neu-Chef meinte, sie hätte ihre Anwesenheitszeiten falsch eingetragen. Sie käme ja oft zu spät (stimmt) und sei dann meistens nicht vor 10 Uhr am Arbeitsplatz (stimmt so nicht).

Und … Achtung: das sei ihm aus unserem Dezernat zugetragen worden.

Der Spanierin ist klar, dass ich das nicht weitergetragen habe und auch, dass die Mama-Kollegin so eine ähnliche Nummer schon mal vor ein paar Monaten mit ihr abgezogen hat.

Ergo bekommt die Mama-Kollegin einen Zusatz wenn es nach der Spanierin geht. Nämlich Stasi-Kollegin…..

Das hübsche daran ist, dass beim Global Player mit flexiblen Arbeitszeiten geworben wird.

Hach. Die sind auch nur bekloppt dort. So schön…….

 

 

Nummer 6

Ich bin beim Global-Player für ein neues System zuständig.

Das ist eines, das wird gerne mal wieder inaktiv geschaltet, weil es nicht sicher ist. Ich war und werde nie für dieses System sein, aber in dem Bereich habe ich kein Mitspracherecht, sondern nur eine Zuständigkeit.

Jetzt ging dieses System vor ein paar Wochen wieder an den Start. Ergo sollte ich mich darum kümmern. ABER ich kann es nicht.

Muaaah. Die Hauptzentrale kriegt es seit zwei Wochen nicht gebacken, mich dafür freizuschalten, obwohl ich die Zugangsberechtigungen seit einem Jahr habe.

Die ortsansässige IT weint schon, wenn ich meine morgendlichen Anrufe bei ihnen starte.

Neu-Chef fragt ständig, ob es denn nun schon „liefe“.

Ja, bei allen anderen. Aber die, die es machen sollte (ergo ich) kann derweil nur hübsch mit dem Bürostuhl den Flur rauf und runterrollen und „Huuuuuiiii“ rufen.

Der Witz ist, technisch reden wir jetzt nicht von einer hochspektakulären Freischaltung….im Gegenteil….

 

 

Kann man irgendwo normale Menschen bestellen?

Ich hätte da gerne ein paar von.

Wäre zur Abwechslung mal was Neues.

 

//

 

Was aber wirklich positiv an dieser Woche ist, ist mein Piercing.

Letzte Woche machte es solche Zicken, dass ich kurz davor war es rauszurupfen.

Aber seit Sonntag sieht mein Ohr nicht mehr aus wie ein Blumenkohl und das Gefühl, mein Ohr würde einfach aufplatzen ist auch weg. Keine Schmerzen mehr, keine Rötungen mehr.

Immerhin etwas in dieser wahnsinnigen Welt.

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Obige Nachricht habe ich am Freitag mehr als einmal erhalten….

Es scheint, mein Email-Postfach war nicht mehr sicher.

Klar, Passwort geändert und die Einstellungen hochgesetzt, aber dennoch war ich baff.

Dieses Postfach habe ich seit … ähm…. 15 Jahren? Ich habe dort noch NIE mein Passwort geändert und auch noch NIE gab s damit Probleme.

Meine Frau saß grinsend neben mir und meinte, das sei ja eher etwas „prähistorisches“.

Und jetzt das zu machen fühlte sich so …. falsch an!

Eine Wahl hatte ich ja nicht und nun…nun muss ich damit leben.

Der kleine Monk in mir zuckt immer noch leise vor sich hin…. ;____;

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Während die ersten Kastanien auf den Straßen liegen, geht mein Blick Richtung Urlaub.

Noch zwei Wochen und dann heißt es nochmal Füße hochlegen, bevor die Fortbildung startet.

Meine Frau hat da die ein oder andere Idee, von der ich mich noch überzeugen lassen muss, aber ich denke, dass der Wahnsinn wie immer gewinnt. ;-))

Nach den ganzen Urlaubsvertretungen kehrt auch im Job der normale Wahnsinn wieder ein.

Baff war ich am Freitag, als der Neu-Chef beim Global Player vorbeikam und sich bedankt hat.

Dass wir so gut dafür gesorgt hätten, dass er in Ruhe gelassen wird und er sich somit tatsächlich erholen konnte. WTF ?!

Weil… in den zwei Wochen es vor allem gegenüber meiner Kollegin, der Spanierin anders klang. Keine Ahnung, wie ich das jetzt nehmen soll.

Aber…. Trommelwirbel…. Ich habe bald Halbzeit beim Global Player.

Nur noch ein Jahr, nur noch 12 Monate und dann….muah….dann ergreife ich die Flucht! Jawohl ja!

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Bissl Staffelkram habe ich auch noch.

Die Schäfchen gewöhnen sich schwer daran, dass man mich nicht mehr belangen kann. Ich versuche die Leiterfunktionshülle abzustreifen; manchmal klappt das gut. Aber in so kleinen Moment zuckt es dann doch wieder durch.

Jedenfalls steht ja meine Nachfolgerin quasi fest.

Und … hmpf….wie soll ich das sagen….

Das, was sie im Vorfeld gesagt und gemacht hat, wird sie tatsächlich Stimmen kosten.

Ich denke, sie geht von einer sehr sicheren Wahl aus.

Aber naja….nein….nein das sehe ich mittlerweile nicht mehr so.

Wie auch immer, in zwei Wochen wissen wir mehr.

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In den letzten Wochen ergab sich das ein oder andere Gespräch mit unterschiedlichem Inhalt und mit unterschiedlichen Leuten.

Ein Satz bzw. ein Kompliment hat mich tatsächlich überrascht.

Es ging wie folgt: „Es ist mir wichtig, mit dir Zeit zu verbringen; Gespräche zu führen. Du hast mich in den letzten Jahren toleranter werden lassen und mich bei Bedarf immer eingenordet.“

Das finde ich ein bisschen strange, weil meine Ansichten und Gedanken nicht immer unbedingt tolerant sind, geschweige denn menschenfreundlich.

Ich weiß auch nicht, wie man dazu kommt, das so von mir zu denken.

Denn ich selbst bekomme den Input von anderen; von außen.

Aktuelles Beispiel ist das Video unten.

Die kleine Thüringerin hat mir das geschickt und darüber denke ich seit Wochen nach.

Hinterfrage mich da selbst und überlege, ob und wie das auf mich zutrifft oder ich umsetzen kann.

Daniele Ganser

Das Prinzip Menschheitsfamilie

Herbstanfang

Vor einem Jahr mein Start beim Global Player

Vor zwei Jahren meine Fortbildungen im Trägerverein.

Alles im Herbst passiert.

Ich mag diese Jahreszeit, so bedeutet sie doch immer Veränderung und Wandel.

Zwar nicht immer positiv, dennoch kein Stillstand.

Dieses Jahr starte ich in die berufliche Fortbildung.

Das Rad dreht sich ständig weiter.

Neue Leute, neue Begegnungen und somit Neuanfänge.

All diese Dinge brauche ich vor allem in dieser Jahreszeit. So war s schon immer.

Obwohl Herbstkind, war heute ein bisschen Sonne im tristen Grau dringend nötig.

Sie kam auch in einer außergewöhnlich Form.

Als Kuchen ❤

Reihum hat man unsere aller Staffel Hunde angebracht.

Die Damen Welt war begeistert.

Ich auch.

Da überstand  ich auch feuchte Küsschen gut …..

Dem Leih Dackel sieht man ihr Alter mittlerweile auch übel an.

Wild im Kopf ist die Hexe aber immer noch 😉

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Wieder entdeckt bei einer Ubahn Fahrt am Mittwoch

Jennifer Rostock

SCHLAFLOS

Straßenbahn Fahrpläne alt bekannte Landkarten
Schädel voller Schandtaten Taschen voller Pfandmarken
Geh nach Haus schlaf‘ dich aus es ist schon spät
Schrecksekunde Sperrstunde noch die letzte Runde schmeißen
Bis mich die Hunde beißen Altbekannte Wunden reißen auf
Geh nach Haus schlaf‘ dich aus so gut es geht
Ich bin der letzte Schatten der noch durch die Gassen irrt
In meiner Hand ein Licht dass mit der Zeit verblassen wird
Lass das Streichholz brennen solang es geht
Ich nehm‘ die letzte Bahn wieder diese Strecke fahren
Zuhause Decke über’n Kopf und an die Decke starren
Der Schlüssel steckt ich sperr dich aus doch es ist zu spät
Du bist so laut in meinem Kopf und alles dreht sich
Ich versuch dich zu vergessen doch es geht nicht
Ich lieg wach und bleib ratlos
Was soll ich tun? Du machst mich schlaflos
Die Stille liegt mir in den Ohren es zerreist mich
Ich zähl die Stunden bis zum Morgen und ich weiß nicht
Was muss passieren? Ich bleib ratlos
Was soll ich tun? Du machst mich schlaflos
Schlaflos, schlaflos
Schlaflos, schlaflos
Schlaflos, schlaflos
Mitternacht Kopfkino Super-Acht Projektion
Ach die Gedanken sind in Bild und Ton unsynchron
Ein Projektor der nicht stottert nur funktioniert
Die Tapete in den Zimmern hört nicht auf sich zu erinnern
Deine Schatten sind noch immer hier und flimmern
Wie durch unsichtbare Blender an den Wänden projiziert
Der Filmstreifen hängt in immer gleichen Schleifen fest
Die Bilder springen wie ein Insekt dass sich nicht greifen lässt
Das Geschwirre macht mich irre und es hält mich wach
Wie unter Fieber werden Glieder heiß Atem kalt
Was sich mit Wiederhaken dann in meine Laken krallt
Ist die Angst vor der Nacht und was sie mit mir macht
Du bist so laut in meinem Kopf und alles dreht sich
Ich versuch dich zu vergessen doch es geht nicht
Ich lieg wach und bleib ratlos
Was soll ich tun? Du machst mich schlaflos
Die Stille liegt mir in den Ohren es zerreißt mich
Ich zähl die Stunden bis zum Morgen und ich weiß nicht
Was muss passieren? Ich bleib ratlos
Was soll ich tun? Du machst mich schlaflos
Schlaflos, schlaflos
Schlaflos, schlaflos
Schlaflos, schlaflos
Was soll ich tun? Du machst mich Schlaflos
Schlaflos, schlaflos
Straßenbahn Fahrpläne alt bekannte Landkarten
Schädel voller Schandtaten Taschen voller Pfandmarken
Geh nach Haus schlaf dich aus es ist schon spät
Oh
Oh
Oh
Oh oh
Oh woah
Oh woah
Oh woah
Woah
Oh, oh, oh, oh
Oh, oh, oh, oh

Ich hasse diesen Scheiß-August

Dieser Monat war von Anfang an einfach nur beschissen.

Selbst das Drama mit der Waschmaschine ging noch in die zweite und sogar dritte Runde.

 

Beim Global-Player herrscht zwar auch Urlaubszeit, aber Vertretung sein ist nicht unbedingt das Wahre. Die sind dort alle irre. Selbst im Urlaub mit der Familie halten die stundenlange Telefonkonferenzen ab.   O__o

 

Ich war gestern so gefrustet, dass einfach mal spontan ein neues Piercing her musste.

Selbstbelohnendes Verhalten, ich weiß.

 

Keine Ahnung, was das noch in nächster Zeit werden soll, wenn das so weiter geht.

Ach ja… mit dem Muttertier habe ich kurz gesprochen. Große Neuigkeiten bzgl. des Vatertieres gibt es wohl nicht. Man wartet noch weitere Untersuchungen ab.

Das Gespräch selbst war … zäh und mühsam. Wie immer.

Weil mein Verständnis von Sachverhalten arg an ihrem vorbei schießt.   *hust*

 

Das Sahnehäubchen war dann eine Info vom TTler.

Eine, die mich eigentlich nicht überraschen sollte, die aber dennoch dafür sorgt, dass ich mich frage, was mit den Menschen bloß los ist.

Drehen in der Sommerzeit alle durch?

 

Ha! Und einer aus dem Trägerverein kam gestern noch mit einer Bitte ums Eck.

Ob ich nicht nach 9 Stunden Menschenbespaßung am Wochenende spontan einen Dienst übernehmen wollen würde.

Am Arsch ey!

Ausgerechnet der, der ewig nicht aus m Quark kam, als ich ihn gebraucht hätte und auch derjenige, der seine Schäfchen schon gen Rettungs-Sani schubst, aber sein Versprechen mir gegenüber nicht gehalten hat.

 

 

Ich bin also derzeit arg genervt bzw. entsetzt von Mitmenschen.

Was hilft: sich Erinnerungen heran rufen.

Die von Anfang August ist da weit vorne mit dabei.

Als ich mit meiner Frau einfach auf der Wiese in der Rhön lag und das Hundemädchen um mich rum stromerte.

Da waren wir ein wir und keine Einflüsse von außen kamen durch.

Hach ja  

 

 

Kryptonit

Die Gedanken kreisen die letzten paar Tage um diesen Begriff.

Geprägt hat ihn hier wohl mal Milou, wenn die Erinnerung stimmt.

 

Jeder hat so einen Menschen in seinem Umfeld.

Einen Kryptonit-Menschen.

 

Ich frage mich, wie es dazu kommen kann.

Wie schafft es jemand, einem gut und schlecht gleichzeitig zu tun?

Warum bleibt man?

Bzw. ihn in eine Art Abhängigkeit zu bringen?

Denn danach klingt es für mich immer irgendwie.

 

Kehrseite allerdings auch: Wie kann es passieren, dass man selbst für jemand anderen so ein Kryptonit-Mensch wird?

Beeinflusst man das irgendwie?

Hat man da Spaß daran?

Wie stellt man das ab?

 

Warum zieht man in beiden Fällen nicht die Notbremse?

Keiner möchte doch auch nur irgendjemand anderen in so eine Situation bringen, oder?

 

Weil….was bleibt zum Schluss übrig?

Verbrannte Erde, nicht wahr?

Das und auch irgendwo ein Mensch, der auf eine Art und Weise zer/gebrochen ist.

So zumindest meine Vorstellung davon.

 

Warum dieses Thema gerade tageskopfaktuell ist?

Weil ich vor ein paar Tagen ein sehr deutliches Angebot von jemanden erhalten habe.

Dass so ein Angebot überhaupt kam und auch von wem es kam, hat mich überrascht und entsetzt zugleich.

Weil ich nie und nimmer mit so etwas gerechnet hätte!

Vor allem, weil derjenige von unserer ersten Begegnung sprach und er etwas sehr gut abgespeichert hatte.

Eine Erinnerung, die bei mir schon längst vergessen war, bei ihm wohl nicht.

Ich befürchte, ich bin in solchen Dingen ein extremer Luftikus.

Ich denke selten darüber nach, wie manche Dinge beim Gegenüber ankommen, weil ich nie einen Hintergedanken dabei hege und auch, weil meine eigene Wahrnehmung eine extrem andere ist.

 

Vielleicht….vielleicht kriegt man das Landei doch nie ganz aus mir heraus, wer weiß…..

Genua

Jeder hat mit Sicherheit die Bilder der letzten Tage gesehen.

Wie eine Brücke viele viele Meter einfach ins Nichts fällt.

Auch, wenn das Hundemädchen nie für Auslandseinsätze aufgestellt war, so weiß ich doch darum, was vor Ort derzeit abläuft.

Ich habe einige Videos von Kollegen gesehen, die mit ihren Hunden in die Tiefe hinabsteigen für die Suche.

Kurz geistern die Bilder von Bad Reichenhall und die ein oder andere Geschichte darum durch meinen Kopf.

Die kleine Thüringerin meinte in diesem Zusammenhang, dass die Helfer hoffentlich auch Hilfe währenddessen und danach erhalten und fragte nach, wie man es schafft, in einen solchen Einsatz zu gehen von dem man weiß, dass man nur noch Tote bergen wird.

Tatsächlich ist es unter anderem Hoffnung. Doch noch früh genug da zu sein; doch noch jemanden zu finden; doch noch hilfreich zu sein und nichts unversucht zu lassen.

Aber auch das Wissen, wenn man nicht mehr lebend findet, man den Angehörigen dennoch einen Abschluss bieten kann.

Totfund beendet eine Hoffnung, schafft aber durch das Ende Raum für die Zukunft.

Klingt etwas wirr und paradox, ich weiß.

Genau daran denke ich, als ich heute Morgen an mein Handy gehe und den Alarm annehme, obwohl ich keine Ämter mehr bekleide.

Frei nach dem Motto: „Wir nehmen die Cassandra einfach so lange nicht von der Liste, bis sie wieder da ist.“

Dass ich außerhalb meines eigenen Raumes agiere ist bei allen völlig in Ordnung und gern gesehen. Weil – so scheint s – man sich halt immer auf „die Cassandra“ verlassen kann.

So, als wäre ich immer ein Auffangnetz und genau das will ich nicht sein.

Das hindert andere aber daran zu wachsen und aus ihrer Komfort-Zone zu kommen.

Mich hindert es daran, mich neu zu fokussieren und loszulassen.

Man sieht also, es gibt noch viel Raum für Veränderungen.

Und nun gibt es zum Schluss noch ein paar Hundemädchen-Fotos.

Weil es genau diese Nasen sind, die in den letzten Tagen viele viele Kilometer entfernt Höchstleistungen erbringen.

Null-Aufwand-Straße

Zu gerne würde ich da jetzt einbiegen und mich darin abstellen.

Sich rausnehmen.

 

Selbst die Hoffnung, dass das Chaos weniger wird, hat sich zerschlagen.

Die letzten 1,5 Wochen läuft es halt einfach überhaupt nicht.

So gar nicht.

Und ja, ich weiß, dass es Jammern auf hohem Niveau ist im Vergleich zu anderen Autorinnen hier.

 

Das letzte Wochenende trieb uns in die Rhön.

Eine schöne Ecke. Vor allem, weil ja Sternschnuppenzeit war und wir unseren Hochzeitstag nachgefeiert haben.

Doof nur, dass ich mir die Tage davor eine fette Bronchitis gefangen habe.

Das war s dann mit Wandern, Sonne genießen und viel draußen sein.

Diese Kombination aus all dessen führt dann immer dazu, dass ich sehr dünnhäutig werde.

Weile MEINE Erwartungshaltung nicht erfüllt wird und auf leeren Raum trifft.

Da reicht dann ein falsch verstandener Satz und schon igle ich mich wieder ein.

Sternschnuppen haben wir an diesem Wochenende aber dennoch gesehen, zwar nicht die hyperische Schlagzahl von 65, aber ein paar waren es trotzdem.   😉 

Der beste Moment ging an einen unscheinbaren Augenblick.

Dank beschränkter Atmung war ich nach einem 30 minütigem Fußmarsch platt. So haben wir uns spontan auf eine Wiese gelegt. Keine Menschen weit und breit. Das Hundemädchen stromerte um uns herum und über uns der weite weite Himmel. Das war wie früher und so unheimlich schön!

 

 

Kaum zu Hause, wurde das Versprechen gegenüber dem kleinen Wiggerl erfüllt. Er wollte einen Tag bei der Feuerwehr, er bekam einen solchen Tag.

Ich war derweil einfach nur mit allem möglichen an Medikamenten zugedröhnt, um das alles halbwegs zu überstehen.

In diesen Stunden wurde mir wieder klar, wie wichtig Vitamin B ist.

Die Jungs waren so lieb und nett zu dem Kleinen, dass ich immer noch staune. Trotz normalen Betriebes haben sie sich so unendlich viel Zeit genommen und dem Kleinen ging das Herz auf. Vor allem dann, als er mit der Drehleiter mal eben 30 Meter in die Höhe fuhr.

Ich hoffe, dass er damit und auch mit uns eine bleibende Erinnerung erhalten hat.

 

 

Nach diesem Wochenende kam prompt der erste Dämpfer.

Beim Abliefern und Heimbringen des kleinen Wiggerl haben wir gesehen, dass unser Auto angefahren wurde.

Eine unschöne Beule ziert jetzt eine Beifahrerseite und wen wundert es, keiner machte Meldung. Eine kleine hübsche Fahrerflucht also.

Bedeutet wieder Aufwand, wieder Kosten, wieder sich ärgern.

Ich habe das so satt. Echt.

 

 

Kaum diese Pille verdaut, kam am Montag die nächste.

An dem Tag sollte ja die Waschmaschine geliefert werden.

Sollte….. bis der Anruf kam. Man hätte die Waschmaschine „verloren“ und man wisse derzeit nicht, wo sich diese befinde. Nicht, dass meine Frau sich für diesen Tag Urlaub genommen hatte, wir schon alles abgebaut und verstaut hatten, nein….alles easy. Verliert ruhig eine Waschmaschine. -___-

Die Nachfrage, ob man denn dasselbe Modell erneut bestellen und geliefert haben möchte, setzte dem Ganzen dann echt noch die Krone auf.  O___o

Nee, ich bin ja gerne ohne Waschmaschine und alle zwei Tage entscheide ich mich für ein neues Modell.

Meine Güte ey!

 

 

Gut dachte ich mir da, schieb die ganzen dummen 1,5 Wochen mal von dir weg und verbringe dann einen entspannten Montagabend. Pah! Denkste.

Der Schokobär bat, dass man sich in einem Restaurant einfinden möge. Auf meine Nachfrage hin, ob sie reserviert hätten hieß es, man hätte versucht dort anzurufen, aber keinen erreicht.

Bei Ankunft war auch klar warum.

Das Lokal hatte Betriebsferien.

Ergo somit umsonst durch die Gegend gegondelt und mit leerem Bauch vor verschlossener Tür gestanden.

Ersatz wurde gefunden, aber eher einer, der nur satt macht.

Meine Begeisterung hielt sich also alles in allem in Grenzen.

 

 

Gestern bat die Teuerste dann, dass man auf einen Spaziergang und zu einem Biergartenbesuch vorbeikommen solle. Wohl stand im Raum, dass sie meinen Abschied aus der Staffel noch besprechen wollte, sie für sich ein paar Dinge noch im Kopf hatte.

Der Tag an sich war – keine Frage – schön.

Nur besprochen haben wir nix.   O____o

Was auch immer ihr am Anfang als so dringend und wichtig erschien, gestern war dem jedenfalls nicht mehr so.

Loslachen musste ich allerdings laut als sie meinte: „Wir führen ja die Staffel sehr demokratisch. Das soll ja auch künftig so bleiben.“

Moi: „Teuerste … WIR (!!!) führen hier gar nichts mehr. Du ja, ich bin raus.“

Ihr Blick war ….herrlich!

Mal sehen, wie sehr die Staffel und auch sie selbst dann aber der Neuwahl verinnerlichen wird. Weil noch gibt es ja das Auffangnetz Cassandra. Dazu im nächsten Eintrag nochmal kurz etwas.

 

 

Für die restliche Woche stehen gefühlt jeden Tag schon wieder Sachen an.

Der Pause-Knopf verschwindet immer mehr am Horizont und ich weiß nicht, ob ich mich darüber freuen soll oder nicht.

Geholfen wäre mir, würde sich die Bronchitis nun komplett verabschieden. Ach süße Hoffnung….

 

 

//

 

 

Was getrennt von allem stehen soll, ist für mich ein kleiner Anker mit unten beigefügtem Lied.

Darüber hat sich mit jemanden in den letzten Tagen ein kleiner Dialog ergeben.

Unabhängig davon, ob ich den Sänger mag oder nicht, finde ich persönlich den Text nicht sehr schmeichelhaft.

Weder für den Sänger, noch für die Besungene.

Mein Gegenüber sieht das aber etwas anders. Weil O-Ton: „Da ja auch einige Komplimente drinstecken würden.“

Es scheint, ICH habe eine verschobene Wahrnehmung oder so.   O_____o

 

 

Andreas Bourani

Delirium

 

Bist ein rausch auf dem Eis,
Gefährlich schön und leicht,
Eine Droge die Glück verheißt,
So real und unerreicht.

Du bist eine Euphorie,
Man durchlebt doch bleibt sie nie,
Sie vergeht nach kurzer Zeit,
Nur mein Wunsch nach mehr verweilt.

Es ist nicht leicht dir zu begegnen,
Ich kann nichts dagegen tun,
Ich schaff es nicht dich aufzugeben,
Dabei tust du mir nicht gut,
Ich hör dich in allen Liedern,
Und kann nichts dagegen tun.
Du bist mein Delirium.

Du bist ein einziger Exzess,
In dem man sich vergisst,
Von dem man auch nicht lässt,
Wenn man sich daran verbrennt,
Hab nichts gesucht und nichts vermisst,
Du kamst wie Fieber über mich,
Bist ein Gefühl das mich zerfrisst,
Kann nicht mit dir, nicht ohne dich.

Es ist nicht leicht dir zu begegnen,
Ich kann nichts dagegen tun,
Ich schaff es nicht dich aufzugeben,
Dabei tust du mir nicht gut,
Ich hör dich in allen Liedern,
Und kann nichts dagegen tun.
Du bist mein Delirium.

Ich will mehr, mehr
Ich hab noch nicht genug von dir,
Gibt mir mehr, mehr
Ich hab noch nicht genug von dir,
Mehr, mehr
Ich hab noch nicht genug von dir,
Mehr, mehr, gib mir mehr.

Es ist nicht leicht dir zu begegnen,
Ich kann nichts dagegen tun.
Du bist mein Delirium.

Es ist nicht leicht dir zu begegnen,
Ich kann nichts dagegen tun,
Ich schaff es nicht dich aufzugeben,
Dabei tust du mir nicht gut,
Ich hör dich in allen Liedern,
Und kann nichts dagegen tun.
Du bist mein Delirium.
Du bist mein Delirium.

Ohohooo mhmm…